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Forschung für die zivile Sicherheit

„Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft“ – so lautet die übergeordnete Leitlinie des aktuellen Rahmenprogramms der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“. Ziel ist, durch die Erforschung und den wirksamen Transfer von innovativen Lösungen in die Praxis, die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger sowie die gesellschaftliche Resilienz zu erhöhen. Damit die Menschen in Deutschland noch besser auf die Krisen von morgen vorbereitet sind.

Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsdienstautos beim Einsatz
© picture alliance/HMB Media/Julien Becker

Das Sicherheitsforschungsprogramm im Überblick:

Ziel: Förderung innovativer Forschung und Entwicklung, um die zivile Sicherheit und Resilienz in Deutschland zu stärken.

Laufzeit: Das neue Programm läuft von 2024 bis 2029.

Warum ist Sicherheitsforschung so wichtig?

Eine der Lehren aktueller und vergangener Krisen ist, das Undenkbare mitzudenken. Das hilft dabei, ein besseres Verständnis für Risiken zu entwickeln und auch auf unerwartete Ereignisse vorbereitet zu sein. Hier kommt die zivile Sicherheitsforschung ins Spiel. Unser Anspruch ist es, durch Forschung und Entwicklung die Sicherheit und die Resilienz der Bevölkerung zu erhöhen. Damit dies gelingt, müssen sicherheitsunterstützende Prozesse und Sicherheitslösungen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Hierbei verfolgen wir einen Allgefahrenansatz. Das heißt, dass die Auswirkungen aller Gefahrenarten (zum Beispiel Naturgefahren, menschliches und/oder technisches Versagen, kriminelle Handlungen) sowie deren Wechselwirkungen betrachtet werden.

Was ist das Besondere am Sicherheitsforschungsprogramm?

Das Sicherheitsforschungsprogramm sieht Sicherheit nicht nur als eine gesamtstaatliche, sondern auch als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Daher wird die Bevölkerung von Anfang an in den Forschungsprozess eingebunden. So sollen Themen und Fragestellungen, die die Menschen bewegen, in die Formulierung von Forschungs-
und Entwicklungsfragen einfließen. Und auch die Anwender von Sicherheitslösungen, wie das THW, Betreiber Kritischer Infrastrukturen oder Kommunen, sind von Anfang im Prozess dabei. Sie artikulieren ihre Bedarfe, damit neue Sicherheitslösungen zielgerichtet ihre Handlungsfähigkeiten verbessern. Weitere Besonderheit des Sicherheitsforschungsprogramm ist der Beitrag zur technologischen Souveränität. Durch die Analyse, welche Technologien für die zukünftige Gewährleistung ziviler Sicherheit unabdingbar sind, schafft das Rahmenprogramm eine wichtige Voraussetzung zur zielgerichteten und bedarfsgerechten Gestaltung technologischer Souveränität.

Erfahren Sie hier mehr zu den Programmcharakteristiken.

Wie hat sich die Sicherheitsforschung entwickelt?

Das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ wurde 2007 aufgelegt und läuft nunmehr in der vierten Programmphase bis 2029. Das aktuelle Programm baut auf den Erfahrungen und Erfolgen der vorherigen Programme auf. Als lernendes Programm bildet es den Rahmen für eine flexible Förderpolitik und trägt sowohl zu den Zielen der Hightech Agenda Deutschland als auch der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung bei. 

Was bedeutet „Programm der Bundesregierung“?

Das Rahmenprogramm verfolgt einen ressortübergreifenden Ansatz. Es wurde unter Beteiligung aller Ressorts der Bundesregierung federführend vom BMFTR erarbeitet. Somit dient es dazu, die vielfältigen Aktivitäten der Bundesministerien im Bereich der Forschung für die zivile Sicherheit zu verzahnen und auf diese Weise Schnittstellen zu nutzen. Dies bedeutet zum einen, dass spezifische Förderprogramme vor- wie auch nachgeschaltet zum Rahmenprogramm von den Zuwendungsempfängern in Anspruch genommen werden können. Zum anderen sollen sich die Programme thematisch ergänzen.