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Wissens- und Praxistransfer voranbringen: Innovationslabor Sicherheitsforschung

Wissens- und Praxistransfer voranbringen 
© Chrissie Salz

Im „Innovationslabor Sicherheitsforschung“ werden verschiedene Ansätze zur Unterstützung des Wissens- und Praxistransfers gebündelt.

So soll zum einen das Potenzial neuster wissenschaftlicher Entwicklungen in den verschiedenen Disziplinen in der zivilen Sicherheit frühzeitig erkannt und mit dem Wissen über derzeitige sowie zukünftige Bedarfsfelder und Fähigkeitslücken der Anwender zusammengebracht werden. Hierfür werden die relevanten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Anwenderorganisationen und gegebenenfalls Bevölkerung zusammengeführt, um gemeinsam mögliche Sicherheitslösungen zu entwerfen, zu diskutieren, zu erproben, zu adaptieren und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, auf der Grundlage evidenzbasierten Wissens über wissenschaftliche Entwicklungen die besten Ideen für neue Sicherheitslösungen zu generieren. Gleichzeitig sind Fähigkeitslücken so vorausschauend zu identifizieren, dass entsprechende technologische und soziale Innovationen rechtzeitig entwickelt werden können. Hierbei werden wirtschaftliche, rechtliche, soziale, kulturelle und ethische Aspekte berücksichtigt.

Zum anderen wird im Innovationslabor die Übertragung von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung intensiv unterstützt. Dazu erfolgt eine systematische Analyse von Projektergebnissen aus der Sicherheitsforschung zu ausgewählten thematischen Bereichen. Die Ergebnisse werden in gebündelter Form möglichen Anwendern im Rahmen von öffentlichkeitswirksamen Formaten präsentiert. Dazu werden sowohl themenspezifische Austausch- und Vernetzungsformate etabliert als auch praxisnahe Test- und Demonstrationsumgebungen genutzt. Für einen erfolgreichen Praxistransfer und für eine Skalierung von Sicherheitslösungen ist auch die wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse von besonderer Bedeutung. Im Rahmen des Innovationslabors werden deshalb Unterstützungsmaßnahmen zur Initiierung und Umsetzung von Projekten und ihren Ergebnissen angeboten, sodass benötigte Sicherheitslösungen zeitnah auf dem Markt verfügbar sein werden.

Diese Aktivitäten werden durch die Einrichtung einer digitalen Informations-, Vernetzungs- und Matchingplattform zu Akteuren, Projekten und Ergebnissen der zivilen Sicherheitsforschung ergänzt. Es werden Kooperationsanbahnungen gefördert, in die die relevanten Beschaffungsämter eingebunden werden sollen, um den Herausforderungen hinsichtlich Anforderungen und Spezifikationen der öffentlichen Beschaffung innovativer Lösungen frühzeitig zu begegnen.

Das „Innovationslabor Sicherheitsforschung“ stellt eine konsequente Weiterentwicklung bestehender Ansätze des Innovations- und Praxistransfers im Rahmenprogramm dar. Ziel des Innovationslabors ist es, in ausgewählten Entwicklungs- und Themenbereichen aktiv und frühzeitig Lösungspotenziale, Anwenderbedarfe und Fähigkeitslücken abzugleichen. Die Schaffung professioneller Austausch- und Vernetzungsformate sowie neuer Plattformen zur Demonstration und anwendernahen Erprobung innovativer Lösungen stärkt den erfolgreichen Transfer und die Breitenwirkung von Forschungsergebnissen in die Praxis hinein.