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Rückblick: Zivile Sicherheitsforschung am 23. und 24. Juni beim Deutschen Präventionstag in Augsburg

Am 23. und 24. Juni 2025 kamen Fachläute aus ganz Deutschland in Augsburg zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Pävention auszutauschen.

30. Deutscher Präventionstag 2025
© DPT-Deutscher Präventionstag gGmbH

Unter dem Schwerpunktthema „Prävention und gesellschaftlicher Frieden“ hat der diesjährige Präventionstag stattgefunden. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) war mit einem Informationsstand zum Sicherheitsforschungsprogramm vor Ort. Hier konnten sich interessierte Besucherinnen und Besucher über Fördermöglichkeiten in der Sicherheitsforschung informieren.

Darüber hinaus waren im Programm gleich mehrere vom BMFTR geförderten Projekte vertreten: So präsentierte das Projekt PanReflex, das u.a. die Zusammenarbeit innerhalb der Kommunen, mit Behörden und Ministerien auf Landes- und Bundesebene sowie mit der Zivilgesellschaft während der Corona-Pandemie erfasst und systematisiert hat, zwei Poster zu den Themen „Faktoren zur Stärkung der kommunalen Resilienz“ und „Wissensplattform Kommunales Krisenmanagement“. Ergänzt wurde die Präsentation durch den Kurzvortrag „Kommunale Resilienz stärken“ von Anna Rau vom Deutsch-Europäischen Forum für Urbane Sicherheit. Sie stellte dabei u.a. acht zentrale Resilienzfaktoren für gutes kommunales Krisenmanagement vor, die aus den Pandemie-Erfahrungen von fünf, im Projekt untersuchten Modellkommunen abgeleitet wurden.

Besonders eindrücklich war auch der Vortrag „Hass, Hetze und Gewalt gegen kommunalpolitische Amtspersonen“ im Rahmen des Projekts MOTRA, in dem Sarah Bitschnau vom Bundeskriminalamt aktuelle Forschungsergebnisse zu einer Dunkelfeldstudie vorstellte, in der bundesweit ehren- und hauptamtlich tätige (Ober-) Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte zu ihren Erfahrungen mit Hass, Hetze und Übergriffen im Amtsalltag befragt werden. Das sogenannte „MOTRA-KoMo Monitoring“ liefert wichtige Daten für den präventiven Schutz von Amts- und Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern.

Vertreten war auch das Projekt SAGRE „Schutz vor Gewalt für Rettungs- und Einsatzkräfte", das sich das Ziel gesetzt hat, gezielte Schutzmaßnahmen für diese gesellschaftlich essenzielle Berufsgruppe zu entwickeln. In einem Vortrag zum Projekt beleuchtete Michaela Selzer vom Bayerischen Roten Kreuz die Ursachen und Dynamiken von Gewalt gegen Rettungskräfte.

Insgesamt war der Präventionstag von wertvollen Impulsen und interdisziplinärem fachlichen Austausch geprägt. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig vernetzte Forschung und Prävention für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind.

Der nächste Deutsche Präventionstag findet am 13.–14. April 2026 im Hannover Congress Centrum statt.