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SILVA: Suche und Identifikation von Waldbrandquellen aus der Luft durch virtuell überwachte automatische Fluggeräte

Mit zunehmenden Dürreperioden wächst die Gefahr verheerender Waldbrände. Das Forschungsprojekt SILVA entwickelt ein innovatives System zur großflächigen Überwachung brandgefährdeter Wälder mittels automatisierter Starrflügler-Drohnen. Dank eines vollautomatischen Katapult-Start- und Landesystems können bis zu 4 Millionen Hektar effizient überwacht werden. KI analysiert die erfassten Daten in Echtzeit, erkennt potenzielle Brandherde frühzeitig und meldet Gefahren direkt an die Waldbrandzentrale. So unterstützt SILVA eine schnelle, zielgerichtete Brandbekämpfung bereits in der Entstehungsphase.

Eine Drohne steigt ein. Unten ist eine Start- und Landebahn zu sehen.
© Forschungsprojekt SILVA

Motivation

Im Zuge der Klimaerwärmung steigt das Risiko für langanhaltende Dürreperioden - und damit auch die Waldbandgefahr. Je eher Waldbrände erkannt werden, desto besser können sie bekämpft und Großschadenslagen vermieden werden. Feuerwachtürme und konventionelle Flugdienste sind hierbei jedoch personalintensiv und satellitenbasierte Überwachung nur eingeschränkt verfügbar und teils fehleranfällig.

Ziele und Vorgehen

Ziel von SILVA ist daher die kosteneffektive, großflächige Überwachung von brandgefährdeten Waldgebieten. Ermöglicht werden soll dies durch den Einsatz automatisierter Starrflügler-Drohnen. Eine Besonderheit ist dabei das katapultartige Bodensystem, von dem aus die Drohnen vollautomatisch starten und landen können. Dieses ermöglicht, die Drohne langfristig in Bereitschaft zu halten und dann kurzfristig zu starten. Zudem benötigt die Drohne kein eigenes Fahrwerk, was die Nutzlast und Reichweite erhöht. Eine einzelne Drohne soll so bis zu 4 Mio. Hektar bedarfsgesteuert überwachen können. Die im Flug erfassten Daten werden mittels Künstlicher Intelligenz (KI) analysiert. Bei identifizierter Gefahr wird eine Meldung mit allen Informationen an die Waldbrandzentrale gesendet.

Innovationen und Perspektiven

Das SILVA-System ermöglicht die kosteneffiziente Überwachung großer, auch vom Startort entfernt liegender Flächen. Es trägt zur Prävention durch frühzeitige Branddetektion bei und ermöglicht den Einsatzkräften die Waldbrandbekämpfung schon in der Entstehungsphase. Die Analyse mittels KI und die Integration der erfassten Daten in die Leitstelle der Waldbrandzentrale gibt den beteiligten Anwendern eine schnelle Entscheidungsunterstützung an die Hand.

 

Projekt-Steckbrief

Förderkennzeichen: 13N17321 bis 13N17324

Gesamtzuwendung: 750.000 €

Projektlaufzeit: Juni 2026 - Mai 2028

Projektpartner

  • Ingenieure Marquardt & Binnebesel, Partnerschaft mbB, Luftfahrt-Technologie, Hamburg
  • flyXdrive GmbH, Aachen
  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen - Fakultät 4 Maschinenwesen - Institut für Flugsystemdynamik (FSD), Aachen
  • Kreisfeuerwehrverband Segeberg - Feuerwehr Flugdienst Holstein, Bad Segeberg

Assoziierte Partner

  • Landesfeuerwehrverband SH
  • Landesfeuerwehrverband MV
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Lufttransportsysteme)
  • Niedersächsische Landesforsten

Verbundkoordinator
Jan Binnebesel
mb+Partner
binnebesel@mbptech.de