Verbundprojekte im Rahmen der Fördermaßnahme "KMU-innovativ"

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt mit der Fördermaßnahme „KMU-innovativ“ Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, um die Innovationsfähigkeit der KMU in Deutschland zu stärken.

Zwei Techniker vor einem Bildschirm

iStock.com / vm

Forschung bietet KMU die Chance, mit neuen Produkten und Prozessen erfolgreich im Markt zu bestehen. Bei der Erschließung neuer Märkte sind KMU besonders flexibel und schnell. Dies gilt besonders für neue Forschungsfelder, in denen Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor ist. Im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Forschung für die zivile Sicherheit" sind rund 40 Prozent aller Projektpartner Unternehmen, davon über 60 Prozent KMU. Um KMU in der zivilen Sicherheitsforschung noch stärker zu fördern, hat das BMBF die Fördermaßnahme "KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit" aufgelegt.

  

Laufende Forschungsvorhaben:

AUTUKAR: Hochautomatisierte Tunnelüberwachung für Katastrophenmanagement und Regelbetrieb

Auto bei der Fahrt durch einen Straßentunnel.

iStock.com/gyn9038

Förderkennzeichen  13N13874 bis 13N13876

In Deutschland existieren allein im Bereich der Bundesfernstraßen mehr als 250 Tunnel, die für die Wirtschaft und den Personenverkehr von großer Bedeutung sind. Im Rahmen des Projektes AUTUKAR soll ein Unterstützungssystem für Tunnelleitzentralen geschaffen werden, das dem Leitstellenpersonal einen besseren Überblick über die Verkehrssituation im Tunnel ermöglicht. Der entscheidende Ansatzpunkt ist dabei eine qualitativ hochwertige Darstellung der aktuellen Verkehrssituation im gesamten Tunnel. Hierzu werden die Bilder aller Videokameras elektronisch ausgewertet und eine virtuelle, dreidimensionale Ansicht des Tunnels inklusive aller darin befindlichen Fahrzeuge erstellt.

Projektumriss AUTUKAR (pdf-Datei)

      

DEFUSE: Drahtlose Entschärfung Unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen

Funkgesteuerte Sprengvorrichtungen können mit spezialisierter Ausrüstung leichter gesichert und entschärft werden.

 iStock.com/KaninRoman

Förderkennzeichen  13N14378 und 13N14379

Bei terroristisch motivierten Attentaten kommen häufig unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen zum Einsatz. Improvisierte Sprengsätze, die ferngesteuert über Funk gezündet werden können, sind für die Entschärfer eine große Herausforderung. Ziel des Vorhabens DEFUSE ist die Entwicklung einfach zu handhabender Werkzeuge, mit denen die Einsatzkräfte gezielt die Kontrolle über die Funkschnittstellen improvisierter Sprengsätze übernehmen können. Im nächsten Schritt sollen Komponenten entwickelt werden, mit denen die Zündung ferngesteuerter Spreng- und Brandvorrichtungen verhindert werden kann.

Projektumriss DEFUSE  (pdf-Datei)

   

EffFeu: Effizienter Einsatz von Unbemannten Flugsystemen für Werkfeuerwehren

Brandinspektion von kritischen Infrastrukturen zur Gefahreneinschätzung aus der Luft

 iStock.com/Marco Maccolini

Förderkennzeichen  13N14092 bis 13N14094

Für die Brandbekämpfung verfügen großflächige Industrieanlagen meist über ein IT-gestütztes Brand- und Sicherheitsmanagement. Im Alarmierungsfall ist insbesondere bei großen Arealen eine lückenlose Beurteilung der Situation kaum möglich, da beispielsweise Kameras nicht flächendeckend installiert sind. Im Projekt EffFeu soll ein System entwickelt werden, in dem mit Kameras oder chemischen Sensoren ausgerüstete, unbemannte Flugsysteme Gefahrenpotenziale in großflächigen Bereichen lokalisieren, relevante Informationen erfassen und an die Einsatzkräfte weiterleiten.

Projektumriss EffFeu (pdf-Datei)

      

HAPLUS: Hierarchisches Frühwarn- und Alarmierungssystem für plötzliche Sturzfluten nach Starkregenereignissen

Starkregen kann zu plötzlichen Überflutungen führen.

Gina Sanders/Fotolia.com

Förderkennzeichen  13N14481 bis 13N14483

Im Zuge des Klimawandels haben Extremniederschläge und Überflutungen deutlich zugenommen. Auf überregionaler Ebene ist die Unwetter- und Hochwasservorhersage seit Jahren gut etabliert, da die Pegelstände der großen Flüsse engmaschig überwacht werden. In kleinräumigen, insbesondere ländlichen Bereichen sind Prognosen dagegen schwierig. Im Rahmen des Projekts HAPLUS wird ein neuartiges Warn- und Alarmierungssystem erforscht, das an lokale Gegebenheiten spezifisch angepasst ist. Grundlage ist die genaue Erfassung des Geländeprofils eines Risikogebietes, aus dem ein präzises Oberflächen-Abflussmodell erstellt wird. Die Überwachung der Pegelhöhen und Fließgeschwindigkeiten an wenigen, besonders gefährdeten Punkten reicht dann im Gefahrenfall aus, um zuverlässig eine mehrstufige Alarmierungskaskade in Gang zu setzen.

Projektumriss HAPLUS (pdf-Datei)

   

HiP-MS: Baukleines Hochdruck-Massenspektrometer zur schnellen und sicheren Spreng- und Gefahrstoffdetektion

Sicherheits- und Rettungskräfte müssen Gefahrstoffe vor Ort schnell und sicher nachweisen, um Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

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Förderkennzeichen  13N14469 bis 13N1470

Toxische Industriechemikalien stellen ebenso wie Sprengstoffe eine erhebliche Gefahr für die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dar. Tragbare Messgeräte für den schnellen und sicheren Nachweis dieser Gefahrstoffe vor Ort sind daher für die Sicherheits- und Rettungskräfte unabdingbar. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Systemen können viele Substanzen gar nicht oder nur schwer nachgewiesen werden. Ziel von HiP-MS ist die Erforschung eines neuen Messverfahrens, das die fehlalarmfreie Detektion von Gefahrstoffen in geringsten Mengen erlaubt und gleichzeitig alle Anforderungen an einen mobilen Einsatz erfüllt. Kernelement ist ein baukleines Massenspektrometer, das bei vergleichsweise hohem Druck betrieben werden kann.

Projektumriss HiP-MS (pdf-Datei)

   

INTEGER: Visuelle Entscheidungsunterstützung bei der Auswertung von Daten aus sozialen Netzwerken

Rechtliche und ethische Aspekte bei der Auswertung von Daten aus sozialen Netzwerken.

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Förderkennzeichen  13N14338 bis 13N14340

In sozialen Netzwerken werden jeden Tag Beiträge veröffentlicht, die Hinweise auf extremistische oder terroristische Bedrohungen enthalten. Sicherheitsbehörden stehen mehr denn je vor der Herausforderung, derartige Tendenzen frühzeitig zu erkennen. Die automatisierte Auswertung und visuelle Aufbereitung von Daten könnte den Aufwand bei der Gefährdungseinschätzung und Lagebewertung deutlich verringern. Da auf dem Markt bisher keine technischen Lösungen verfügbar sind, die sich im sicherheitsbehördlichen Kontext für eine Datenauswertung eignen, leistet das Projekt INTEGER Grundlagenarbeit bei der Formulierung ethischer sowie rechtlicher Voraussetzungen für eine automatisierte Analyse von Daten aus sozialen Netzwerken. Die Erkenntnisse können in einem nächsten Schritt in die technische Entwicklung einer Software-Plattform zur Unterstützung der Sicherheitsbehörden einfließen.

Projektumriss INTEGER  (pdf-Datei)

   

IRiS: Intelligente Rettung im Smart Home

Die in Smart Homes verfügbaren Informationen unterstützen die Rettungskräfte bei der Planung und Durchführung des Einsatzes.

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Förderkennzeichen  13N14403 bis 13N14405

Da die Reanimationsgrenze eines Menschen im Brandrauch bei etwa 15 Minuten liegt, steht für die Rettung nur sehr wenig Zeit zur Verfügung. Im Projekt IRiS wird deshalb ein Einsatzunterstützungssystem entwickelt, mit dem die in Smart Homes verfügbaren Informationen für die Feuerwehr nutzbar gemacht werden können, um die Personenrettung noch schneller einleiten zu können. Dazu wird zunächst untersucht, welche der durch vernetzte Geräte, wie z. B. Rauch- und Bewegungsmelder, generierten Daten aktuelle Einsatztaktiken positiv beeinflussen können. Darauf aufbauend wird ein integriertes Konzept erarbeitet, mit dem diese Daten aufbereitet und sowohl der Leitstelle als auch den anrückenden Einheiten zur Verfügung gestellt werden können.

Projektumriss IRiS (pdf-Datei)

   

MIREX: Miniaturisiertes IR-Spektrometer zur schnellen Erkennung explosiver Gase bei unbekannter Gefahrenlage

Rettungskraft mit schwerer Feuerwehreinsatzkleidung bei der Brandbekämpfung.

Gesellschaft für Gerätebau mbH

Förderkennzeichen  13N14035 bis 13N14037

Explosive und brennbare Gase stellen für Feuerwehr und andere Rettungskräfte eine Gefahr dar, die schwer einzuschätzen ist. Nur, wenn die Lage am Einsatzort zuverlässig beurteilt werden kann, ist es für die Rettungskräfte möglich, situationsangepasst vorzugehen. In MIREX wird ein tragbarer, preisgünstiger Detektor entwickelt, der explosive sowie brennbare Gase zuverlässig und schnell entdeckt und die Einsatzkräfte warnt. Das Gerät soll von den Rettungskräften außen an der Bekleidung mitgeführt werden und automatisch ein akustisches Signal abgeben, wenn eine Gefahrensituation festgestellt wird.

Projektumriss MIREX (pdf-Datei)

  

MoPlasDekon: Mobile Plasmatechnologie zur Abwehr biologischer Gefahren in Seuchengebieten

Dekontamination von Helfern in Schutzanzügen

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Förderkennzeichen  13N14127 bis 13N14129

Rettungskräfte benötigen in Krisengebieten, in denen Seuchen ausgebrochen sind, spezielle Schutzanzüge. Um anhaftende Krankheitserreger abzutöten, werden die Anzüge vor dem Ausziehen mit gesundheitsschädlichen Chemikalien behandelt, so dass die Einsatzkräfte nicht gefährdet werden. Das Projekt MoPlasDekon hat das Ziel, ein neuartiges mobiles Plasmasystem für die schnelle chemikalienfreie Dekontamination von verseuchten Gegenständen zu entwickeln.

Projektumriss MoPlasDekon (pdf-Datei)

   

PROMPT: Programmatische Auswahl von Sofortmaßnahmen für die Einsatzdisposition bei Großschadensereignissen

Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben  benötigen nach Großschadensereignissen zuverlässige Strategien zur Bewältigung

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Förderkennzeichen  13N14138 und 13N14139

Bei Großschadenslagen ist die Erkundung der Lage langwierig und komplex, so dass häufig erst mit großem Zeitverzug ein ausreichendes Lagebild vorliegt und eine zielgerichtete Strategie zur Schadensbewältigung erarbeitet werden kann. Ziel des Projekts PROMPT ist es, die Zeit bis zur Einleitung erster zielgerichteter Rettungsmaßnahmen zu verkürzen. Dazu soll eine automatisierte Erfassung sowie Aggregierung verfügbarer Lageinformationen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen realisiert werden, so dass innerhalb kürzester Zeit ein umfassendes Lagebild erstellt und hinsichtlich des Schadensausmaßes automatisiert ausgewertet werden kann.

Projektumriss PROMPT (pdf-Datei)

  

ReKom-S: (Re-)Kommunalisierung von Sicherheitsleistungen im Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr

Krisen- und Katastrophenvorsorge erfordert die Kooperation von Kommunen und Unternehmen.

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Förderkennzeichen  13N14323 bis 13N14326

Die Vorbereitung auf Krisen und Katastrophen sowie die Sicherstellung der Daseinsvorsorge sind wichtige Aufgaben der Kommunen. Da viele sicherheitsrelevante Unternehmen, wie zum Beispiel Infrastrukturbetreiber, Sicherheitsleistungen zunehmend auslagern, stellt sich die Frage, inwieweit Kommunen bestimmte Dienstleistungen übernehmen können. Dies betrifft vor allem Aufgaben, die von Kommunen und Landkreisen im Rahmen des bestehenden Tätigkeitsspektrums ohnehin erbracht werden, wie z. B. Brandschutz oder technische Hilfeleistungen. Ziel des Projekts ReKom-S ist es, anhand von Praxisbeispielen die Möglichkeiten der Übernahme von Sicherheitsleistungen durch kommunale Einrichtungen unter Berücksichtigung der gültigen Rechtslage zu ermitteln. Gleichzeitig wird untersucht, wie die Kooperationen so gestaltet werden können, dass sich für beide Partner Vorteile ergeben.

Projektumriss ReKom-S  (pdf-Datei)

  

SOLIDE: Sprachgesteuerte, kontextuelle Lagebildinformation für Stäbe und Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz

Kommunikation der Feuerwehrkräfte am Einsatzort.

iStock.com/MaboHH

Förderkennzeichen  13N14453 bis 13N14456

Bei (Groß-)Schadenslagen, Krisen, Katastrophen und Notfällen werden die Einsatzkräfte mit einer Vielzahl von Informationen aus unterschiedlichen Quellen konfrontiert. Diese Informationsflut muss analysiert, zu einem Lagebild verarbeitet und nutzerspezifisch zur Verfügung gestellt werden, ohne die Einsatzkräfte von ihren eigentlichen Aufgaben abzulenken. Im Projekt SOLIDE soll ein neuer Ansatz für den effizienten Zugriff auf ein integriertes Lagebild erarbeitet werden. Im Fokus steht hierbei die Nutzung einer sprachbasierten Steuerung sowie innovativer Datenintegrationstechniken. Da relevante Informationen durch gesprochene Ein- und Ausgaben zeitnah zugänglich gemacht werden können, tragen sie zur effizienten Unterstützung aller Einsatzkräfte in der Gefahrenabwehr bei. Das System soll in vorhandene Stabs- und Führungssysteme integrierbar sein, um bestehende Lagebilddarstellungen optimal zu nutzen.

Projektumriss SOLIDE (pdf-Datei)

   

TAMMOS: Teilautonome Maschinen und Logistik für den mobilen Hochwasserschutz

Provisorischer Deich zum Schutz vor Überflutung durch Hochwasser.

PhotographyByMK/Fotolia.com

Förderkennzeichen  13N14090 und 13N14091

Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass existierende Schutzmaßnahmen nicht immer ausreichen, um extremen Pegelständen von Flüssen standzuhalten. Trotz eines hohen personellen Einsatzes konnten Überflutungen nicht immer verhindert werden. Im Projekt TAMMOS soll ein neues System zum Hochwasserschutz entwickelt werden, welches Textilschläuche für den Bau und zur Reparatur von Deichen mit Sand befüllt. Auf Grund einer Teilautomatisierung des Systems, inklusive der Baustoffzulieferung, sollen auch beschädigte Deiche repariert werden können, ohne Einsatzkräfte unnötig zu gefährden. 

Projektumriss TAMMOS (pdf-Datei)

  

TeD: Textile Deichsicherung

THW-Helferin bei der Deichsicherung

SKL GmbH/Andreas Stommel

Förderkennzeichen  13N13887 und 13N13888

Bei Hochwasserereignissen werden Deiche in der Regel durch eine große Anzahl von Sandsäcken gesichert. Bei ausgedehnten Hochwasserlagen stößt diese Technik allerdings an ihre Grenzen. Trotz des Einsatzes von mehr als 10 Mio. Sandsäcken und 72.000 m² Sicherungsfolie kam es während der Hochwasserereignisse im Juni 2013 allein im Freistaat Sachsen zu 40 Deichbrüchen. Ziel des Forschungsvorhabens TeD ist es, ein textilbasiertes modulares System für die aktive Deichsicherung zu erarbeiten, das für den Schutz existierender, jedoch in ihrer Standsicherheit gefährdeter Deiche genutzt werden soll.

Projektumriss TeD  (pdf-Datei)

      

TOXRADEV: Überwachung öffentlicher Flächen auf toxischen Brandrauch: Detektor mit erhöhter Zuverlässigkeit der Evakuierung

Brände in Verkehrstunneln bergen hohe Risiken für Verkehrsteilnehmer  und Feuerwehr

Stephan Dinges/Fotolia.com

Förderkennzeichen  13N14492 und 13N14493

Feuer in Straßentunneln und unterirdischen Bahnhöfen bergen sowohl für Verkehrsteilnehmer als auch für Rettungskräfte ein hohes Risiko. Um solche Risiken zu minimieren ist es notwendig, Feuer bereits in der frühen Schwelphase sicher zu erkennen. Dies ist jedoch unter realen Umgebungsbedingungen in Tunneln schwierig: Spritzwasser und Staub lösen in konventionellen Brandmeldern Fehlalarme aus, Hitzesensoren schlagen erst bei hohen Temperaturen an. Das technische Arbeitsziel des Verbundprojekts TOXRADEV ist es, einen optischen Detektor zu entwickeln, der in der Lage ist, zwischen gefährlichem Rauch und harmlosem Dampf oder Staub sicher zu unterscheiden. Der Rauch soll dabei bereits in der Schwelphase erkannt werden, wenn er nur in geringer Konzentration vorliegt. Die Fehlalarmquote soll mit diesem System deutlich reduziert werden.

Projektumriss TOXRADEV (pdf-Datei)

    

Abgeschlossene Forschungsvorhaben:

ADEPT: Entwicklung und Erprobung von Security-Strategien und -systemen für sichere Abstellprozesse

Lkw-Transporte sind vor allem nachts während der Abstellphase durch Überfälle bedroht.

iStockphoto.com/DOUGBERRY

Förderkennzeichen  13N12882  bis 13N12885

Durch Überfälle auf Lkw-Transporte und Diebstähle der Ladung aus abgestellten Lkw entstehen in Europa jedes Jahr wirtschaftliche Schäden von mehr als 8 Mrd. Euro. Die Sicherung von Lkw-Transporten erfolgt derzeit allerdings nur bei teuren Gütern wie Wertmetallen, da sie mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Um insbesondere abgestellte LKW zukünftig besser absichern zu können, wurde im Projekt ADEPT ein flexibel anpassbares Sicherheitskonzept erarbeitet. Durch die Kombination von innovativen technischen Komponenten, organisatorischen Maßnahmen zur Reaktion und Intervention, sowie der Berücksichtigung von räumlichen Gegebenheiten sollte ein flächendeckend nutzbares Netz sicherer Transportwege und Abstellplätze aufgespannt werden.

Projektumriss ADEPT (pdf-Datei)

     

AKTOR: Achtsamkeitstraining für Organisationen zur Prävention und Bewältigung von Krisen

Mitarbeiter in einem modernen Kontrollraum.

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Förderkennzeichen   13N12375 bis 13N12376

Kritische Infrastrukturen bilden die Lebensadern einer modernen Gesellschaft. Das Vorhaben AKTOR entwickelte eine Krisensimulation, mit der die Sensibilität der Mitarbeiter kritischer Infrastrukturen gegenüber unerwarteten Ereignissen und der Umgang mit diesen trainiert werden kann. Hierdurch sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und im Krisenfall flexibel und angemessen zu reagieren.

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AnALyT: Automatisierte vor-Ort Analytik für die Lebensmittel- und Trinkwassersicherheit

Einweg-Testträger zur Prüfung von Lebensmitteln

Daniel Mark/HSG-IMIT

Förderkennzeichen 13N11378 bis 13N11380

Der Fokus von AnALyT lag in der Entwicklung eines Gerätes für eine schnelle, automatisierte und wirtschaftliche vor-Ort-Kontrolle von Lebensmitteln auf krankmachende Erreger. Die Liste der nachzuweisenden Erreger wurde so zusammengestellt, dass einerseits die vorsätzliche Einbringung von Viren oder Bakterien und andererseits auch mikrobiologische Verunreinigungen - etwa durch Unfälle oder Fehlhandhabung - nachgewiesen werden können. Untersucht wurden sowohl flüssige Proben, wie Milch, Wasser oder Limonaden, als auch Proben fester Nahrungsmittel, wie Hackfleisch.

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B-Pathogen-Panel: Entwicklung Real-time PCR basierter Testkits zur Point-of-Care Diagnose sicherheitsrelevanter Erreger

Die schnelle Diagnose sicherheitsrelevanter Erreger kann Leben retten.

iStockphoto.com/Andreas Reh

Förderkennzeichen 13N11324 bis 13N11328

Besteht nach einem Anschlag der Verdacht einer Infektion mit gefährlichen Krankheitserregern ist eine schnelle und eindeutige Identifikation des Erregers von entscheidender Bedeutung für die Heilungschancen der betroffenen Personen. Zurzeit sind solche Tests sehr zeitaufwändig und können in der Regel nur in speziellen Laboren durchgeführt werden. Im Projekt B-Pathogen-Panel wurde ein miniaturisiertes Gesamtsystem zur schnellen und eindeutigen Identifikation von Erregern bei Verdacht auf Infektionen, zum Beispiel nach einem Terroranschlag, entwickelt. Das handliche und kostengünstige Gerät soll mithilfe einer Erkennung auf elektrochemischer Basis die Analysezeiten deutlich verkürzen.

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Brandi: Brandfrüherkennung mit einem neuartigen Detektor zur Verbesserung der Sicherheit

Neue Brandmelder sollen frühzeitiger als bisher warnen.

iStockphoto.com/bbostjan

Förderkennzeichen 13N12818 bis 13N12820

Durch Unachtsamkeit oder technische Mängel entstehen immer wieder Brände. In Bereichen, die von vielen Menschen frequentiert werden, also Flughäfen, Bahnhöfen, Sportstadien oder Massenverkehrsmitteln, kann schon ein kleiner Brand katastrophale Folgen haben und zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen. Das Projekt Brandi erforschte ein hochempfindliches Messsystem zur Brandfrüherkennung- und Gefahrstofferkennung, mit dem Brände früher als mit herkömmlichen Technologien erkannt werden können.

Projektumriss Brandi (pdf-Datei)  

   

Denaid: Mobile Detektionsplattform zum effizienten Explosivstoffnachweis

Funktionsschema eines SERS-Substrats: Regelmäßig angeordnete Goldpartikel verstärken lokal das einfallende und mit Molekülen interagierende Licht.

Laser-Laboratorium Göttingen e.V.

Förderkennzeichen 13N11772 bis 13N11776

Das frühzeitige Erkennen und Identifizieren von versteckten Explosivstoffen an Personen oder geringen Rückständen auf Kleidung oder Gepäck, verringert das Risiko eines terroristischen Anschlages. Das Verbundprojekt Denaid entwickelte eine transportable Detektionsplattform aus drei sich ergänzenden Messverfahren zur automatischen Erkennung einer Vielzahl von Explosivstoffen. Für die Detektionsplattform sollte zudem eine softwarebasierte Infrastruktur erarbeitet werden, mit deren Hilfe eine zeitnahe Reaktion auf eine Bedrohung durch neue Explosivstoffe ermöglicht wird. Die Detektionsplattform soll nach Projektende zur Marktreife entwickelt werden und Behörden mit Sicherheitsaufgaben, wie Polizei, Zoll und Bundeskriminalamt (BKA) kommerziell zur Verfügung gestellt werden.

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DETORBA: Verfahren zur Analyse von Detonationseinwirkungen in urbanen Gebieten

Druckwellenausbreitung im 3D - Stadtmodell

TU München/virtualcitySYSTEMS GmbH

Förderkennzeichen   13N12663 bis 13N12665

Bombenfunde aus dem zweiten Weltkrieg aber auch terroristisch motivierte Anschlagsdrohungen stellen Einsatzkräfte sowie Stadtplaner vor Herausforderungen. Ziel des Vorhabens DETORBA war die Entwicklung eines Verfahrens zur Simulation von Explosionsauswirkungen in urbanen Gebieten. Mit dem Verfahren sollte es möglich sein, den baulichen Schutz von Infrastrukturobjekten zu analysieren und notwendige Evakuierungsmaßnahmen zu optimieren.

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DiregKomp: Dienstleistung und Modelle für die gemeinsame Organisation von Sicherheitsleistungen

Mobiler Manipulator im Übungseinsatz

iStockphoto.com/Mikkel William Nielsen

Förderkennzeichen 13N11322 und 13N11323

Die Wasserversorgung stellt eine essenzielle Infrastruktur dar, die vor Naturgefahren, menschlichem und technischem Versagen sowie vor kriminellen und terroristischen Eingriffen geschützt werden muss. Um auf Schadenslagen und kritische Notlagen optimal vorbereitet zu sein, benötigt jeder Versorgungsinfrastrukturbetreiber konkrete Maßnahmen und Strategien für den Fall eines sicherheitsrelevanten Ereignisses. Ziel des Projektes DiregKomp war es, insbesondere kleine und mittlere Wasserversorger bei der Optimierung von sicherheitsrelevanten Aufgaben systematisch zu unterstützen. Dazu sollten sicherheitsrelevante Aufgaben, die nicht von jedem Betreiber individuell bearbeitet werden müssen, identifiziert werden und zu entsprechenden Dienstleistungen weiterentwickelt werden, die ein gemeinsames Kompetenzzentrum anbietet. Die Dienstleistungen wurden anwendungsnah konzipiert und kommen kleinen und mittleren Betreibern kritischer Infrastrukturen im Bereich Wasserversorgung zugute.

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DIVE: Detektionssystem zum schnellen Vor-Ort-Nachweis sicherheitsrelevanter Substanzen mittels eines Ionenmobilitätsspektrometers mit VUV-Multipasszelle zur Einzelphotonenionisation

Darstellung unterschiedlicher Gefahrstoffe

Optimare Analytik GmbH & Co. KG

Förderkennzeichen   13N11373 bis 13M11377

Im Projekt DIVE wurde ein mobiles Detektionssystem zum Vor-Ort-Nachweis chemischer Substanzen entwickelt. Einsatzbereiche des Systems werden bei der Feuerwehr, zum Beispiel zur Analyse von Gasen aus Chemieunfällen, bei der Polizei zur Spurensicherung oder beim Zoll bei der Überprüfung von Containern gesehen. Eine präzise Identifikation gefährlicher Substanzen trägt wesentlich dazu bei, die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung von Schadenslagen zu treffen und auf diese Weise das Leben von Einsatzkräften und Bevölkerung zu schützen.

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DriEM²: Durchgängige Zuverlässigkeit im Einsatz Mobiler Manipulatoren

Mobiler Manipulator im Übungseinsatz

Roboterwerk Gmbh

Förderkennzeichen   13N11814 bis 13N11817

Rettungskräfte müssen Gefahrensituationen, wie sie beispielsweise durch freigesetzte biologische, chemische oder radioaktive Stoffe entstehen, schnell richtig einschätzen können, um geeignete Maßnahmen einzuleiten. Dafür sind zum Beispiel Stoffproben, wie sie von ferngesteuerten Robotern - sogenannten mobilen Manipulatoren - entnommen werden, hilfreich. Das Projekt DriEM² erforschte mobile Robotersysteme zur Handhabung von verdächtigen Gegenständen oder zum Messen der Eigenschaften von Proben. 

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ePID: Ein neuartiger Multisensor für die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehr

Gefahrstofferkennung bei der Feuerwehr

Gesellschaft für Gerätebau mbH, Dortmund

Förderkennzeichen  13N12411 und 13N12412

Zuverlässige Detektionssysteme zum Aufspüren und Identifizieren von Gefahrstoffen in der Umgebungsluft, können die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Zivilschutzes, in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung, unterstützen als auch schützen. Ziel des Projektes ePID war die Erforschung eines Sensorprinzips, das Schadstoffe in der Luft sehr selektiv erkennt und in geringsten Mengen nachweist. Anwenderanforderungen und Erkenntnisse aus Praxistests flossen direkt in die Forschungsarbeit ein.

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GRIPS: GIS-basiertes Risikoanalyse-, Informations- und Planungs-System für die Evakuierung von Gebieten

Überschwemmung

iStockphoto.com/satori13

Förderkennzeichen   13N11381 bis 13N11383

Durch die Simulation von Naturkatastrophen oder Großunfällen, wie zum Beispiel eine Sturmflut in der Stadt Hamburg oder ein Industrieunfall in der Stadt Essen, werden die komplexen Vorgänge während eines großen Schadenereignisses verständlicher. Basierend auf den Ergebnissen dieser Simulation entwickelte der Verbund GRIPS eine Software, die Informationen über die Nutzbarkeit von Infrastrukturen bereitstellt, die von dem Ereignis betroffen sein könnten. Die beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sollten die Möglichkeit erhalten, auf Veränderungen, wie zum Beispiel Überflutungen von Evakuierungsstraßen, reagieren zu können. Die Daten sollten zudem zur dynamischen Fluchtwegeregelung eingesetzt werden und zum Beispiel über Lautsprecher oder Mobiltelefone an die Bevölkerung weitergegeben werden, um eine gezielte Evakuierung sicherzustellen.

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iBePol: Intelligente Einsatzbekleidung für Polizei- und Sicherheitskräfte

Polizeiliche Einsatzkräfte

iStockphoto.com/davelogan

Förderkennzeichen   13N11410 bis 13N11414 und 13N11577

Wer im Einsatz für die öffentliche Sicherheit Bürgerinnen und Bürger schützt, sollte selbst bestmöglich geschützt sein. Ziel des Projektes iBePol war es deshalb, ein intelligentes Einsatzbekleidungssystem zu erarbeiten, das durch die Messung und Übertragung von Vital- und Umgebungsparametern die Sicherheit der Einsatzkräfte verbessert. Die Herausforderung bestanden darin, sämtliche Technologien in die Textilien zu integrieren und einen hohen Tragekomfort zu gewährleisten. Damit wäre es nicht mehr erforderlich, zusätzliche und im Einsatz eventuell störende Mess- und Detektionssysteme mitzuführen. Auf Basis dieser Projektergebnisse wurden innovative Bekleidungskonzepte für verschiedene Anwendergruppen aus dem Polizeibereich weiter entwickelt.

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KOORDINATOR: Ubiquitäres Sensor- und Informationssystem für Feuerwehrleute

Der vorrückende Atemschutztrupp wird durch Rauchentwicklung stark behindert.

Universität Siegen

Förderkennzeichen   13N11752 bis 13N11755

Die Feuerwehr steht bei Bränden regelmäßig vor der Aufgabe, unter hohem Zeitdruck und größter körperlicher Belastung in unbekannten Gebäuden nach Personen zu suchen. Die Erfassung solcher komplexer und veränderlicher Einsatzlagen ist für die sogenannten Atemschutztrupps eine große Herausforderung. Dabei ist der Informationsaustausch zwischen vorrückenden Feuerwehrleuten in Gebäuden und der Einsatzleitung für eine adäquate Lageerfassung besonders entscheidend. Ziel des Vorhabens KOORDINATOR war, die Kommunikations- und Kooperationsprozesse zwischen Atemschutztrupps und Einsatzleitung mit neuer Technik zu verbessern. In dem Versuchssystem wurden technische Einheiten für den Empfang und die Versendung von Statusnachrichten, Telemetriedaten, Lageinformationen und Aktivitätsmustern der Einsatzkräfte vereint.

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MAusKat: Messsystem zur Ermittlung der Ausbreitung von Gefahrstoffen in kritischen Infra- und komplexen Gebäudestrukturen zur Vermeidung ziviler Katastrophen

Beschilderung eines Notausgangs

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Förderkennzeichen   13N11673 bis 13N11678

Die Partner im Projektverbund MAusKat erarbeiteten ein Mess- und Analysesystem, mit dem die Ausbreitung von gasförmigen Gefahrstoffen in komplexen Gebäudestrukturen wie Flughäfen, Kaufhäusern oder U-Bahn-Systemen nachvollzogen werden kann. Die Messergebnisse dienten als Grundlage für Simulationen, mit denen Gefahrenbereiche identifiziert und entsprechend neue Flucht- und Rettungskonzepte geplant werden können.

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MOBI DIG: Monitoring biologischer Gefahrenlagen in der digitalen Gesellschaft

Das Internet als Informationsquelle für den Experten

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Förderkennzeichen   13N11970 und 13N11671

In Sozialen Medien wird täglich über aktuelle Themen diskutiert. Im Fall einer biologischen Gefahrenlage, etwa durch Krankheitserreger, finden sich in Sozialen Medien Hinweise auf wichtige Fragen der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden ist die Aufklärung über notwendige Maßnahmen, wie etwa Impfungen oder Quarantäne, ein ebenso entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Lagebewältigung, wie die Reaktionen der Bevölkerung auf die Vermittlung dieser Maßnahmen. Im Rahmen des Projekts MOBI DIG wurde ein Monitoring-System erarbeitet, das Soziale Medien im Hinblick auf offene Fragen der Bevölkerung durchsucht. Das System soll den Informationsbedarf der Bevölkerung erfassen und somit die Krisenkommunikation von Behörden unterstützen. So kann der Kommunikationsprozess auch im Nachhinein analysiert werden, damit zukünftige Krisen noch besser gehandhabt werden können.

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ORIMA: Orientierungskontrolle im Alarmfall

Ein Alarmsystem in der Schule kann die Sicherheit der  SchülerInnen und der Lehrkräfte erhöhen.

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Förderkennzeichen   13N11852 bis 13N11854

Amokläufe oder deren Androhung sind an Schulen immer wieder auftretende schwere Gewaltphänomene. Im Projekt ORIMA wurde eine technische Lösung erforscht, die eine Kombination aus Alarm-, Kommunikations- und Benachrichtigungssystemen darstellt und die bessere Bewältigung einer akuten Gewalt- oder Amoksituation auf Schulgeländen ermöglichen soll. Das technische Gesamtsystem soll insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aber auch die Polizei und Rettungskräfte schnell, detailliert und zuverlässig informieren und gegebenenfalls Handlungsanweisungen weitergeben.

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RescueLab: IT-gestützte Übungsumgebung für Bevölkerungsschutz und Rettungskräfte

Feuerwehr übt Großeinsatz

Feuerwehr Dortmund

Förderkennzeichen 13N12564 bis 13N12565

Rettungskräfte müssen im Einsatz in kürzester Zeit die richtigen Entscheidungen treffen. Damit sie das schaffen, sind regelmäßige Übungen wichtig. Bislang werden diese handschriftlich dokumentiert. Diese Methode stößt jedoch bei großen Übungen an ihre Grenzen. Im Verbundprojekt RescueLab wurde ein IT-System erarbeitet, mit dem Übungen in allen Phasen von der Planung bis zur Auswertung unterstützt werden können. Es wurden Videos, Fotos, GPS-Standorte und weitere Daten erhoben, anhand derer eine nahezu vollständige Rekonstruktion komplexer Übungen möglich ist. Die Projektergebnisse tragen somit dazu bei, dass das Training von Rettungskräften weiter optimiert werden kann.

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VibroMag: Sensorkabel zur Überwachung von Zäunen an Flughäfen

Flughäfen müssen vor unbefugtem Betreten geschützt werden

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Förderkennzeichen 13N12865 und 13N12868

Infrastrukturen wie Flughäfen und Kraftwerke müssen vor unbefugtem Zugang geschützt werden. Die wirksame Sicherung des Geländes mit Zaunanlagen stellt bei großen Arealen eine Herausforderung dar. Das Projekt VibroMag erforscht zu diesem Zweck eine Sensortechnologie, mit der bestehende Zaunanlagen nachträglich ausgerüstet werden können. So wird die Geländesicherung erleichtert und die Anfälligkeit für Fehlalarme deutlich gesenkt.

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Videobahn: Videoschlitten zur Startbahn-Inspektion und Bodenradar

Flugzeuge auf dem Taxiway und bei der Landung.

iStockphoto.com/saasemen

Förderkennzeichen  13N11857 bis 13N11858

Ein wesentliches Element für den sicheren Flugbetrieb ist der einwandfreie Zustand der Start- und Landebahnen. Im Projekt Videobahn wurde untersucht, wie die manuelle Rollfeld-Inspektion durch innovative technische Maßnahmen unterstützt und gegebenenfalls auch ersetzt werden kann. Geplant war, verschiedene hochauflösende Kameras auf einem Schlittensystem zu befestigen, das auch bei laufendem Flugbetrieb mit hoher Geschwindigkeit die Start- und Landebahnen sowie verschiedene Bereiche des Rollfeldes selbstständig inspizieren kann.

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VIROSENS: Schnellnachweis von Virusinfektionen mittels optischer Biosensortechnologie

Die sichere Erkennung von viralen Infektionskrankheiten ist überlebenswichtig.

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Förderkennzeichen 13N12559 und 13N12560

Durch sozioökonomische und klimatische Veränderungen, gestiegene Mobilität und Bevölkerungswachstum, hat sich die Gefahr neu auftretender und sich schnell ausbreitender viraler Krankheiten erhöht. Eine frühzeitige Diagnostik dieser Krankheiten ist für eine optimale Behandlung der Patienten von entscheidender Bedeutung. Ziel des Projektes VIROSENS war es, eine portable Biosensor-Plattform zu entwickeln, die einen schnellen Nachweis von Viren und virus-spezifischen Anitikörpern, beispielsweise aus Blut, Serum oder Plasma, ermöglicht.

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