Treffen Graduierten-Netzwerk "Zivile Sicherheit" 2021

Am Vortag der DIGITALEN Konferenz des Fachdialogs Sicherheitsforschung „Zivile Sicherheit im demokratischen Staat“, dem  21. April 2021, fand das Jahrestreffen des Graduierten-Netzwerks „Zivile Sicherheit“ ebenfalls als Online-Veranstaltung statt. Diesjähriger Themenschwerpunkt des Treffens war „Sicherheit und Technik“.

GN-Jahrestreffen 2021

BMBF/VDI-Technologiezentrum GmbH - Leo Seidel 

Das diesjährige digitale Jahrestreffen des Graduierten-Netzwerks „Zivile Sicherheit“ hatte den Themenschwerpunkt „Sicherheit und Technik“. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich dafür angemeldet. Nach der Begrüßung durch Björn Brömmelsiek von der Unterstützenden Stelle Fachdialog Sicherheitsforschung sprachen sowohl Frau ten Hagen-Knauer vom Referat „Zivile Sicherheitsforschung“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung als auch Friedrich Gabel vom Kernteam des Graduierten-Netzwerks zum Start der Veranstaltung kurze Grußworte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Online-Jahrestreffens.

Danach wurden in drei von Graduierten organisierten und moderierten Sektionen unterschiedliche aktuelle und zukünftige Aspekte im Kontext „Sicherheit und Technik“ diskutiert. Die erste Sektion beschäftigte sich mit den Chancen und Risiken von Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Dabei wurde aus soziologischer wie auch rechtlicher Perspektive beleuchtet, welche gesellschaftliche Auswirkungen mit der Entwicklung intelligenter automatisierter Überwachungstechniken - insbesondere durch einen zunehmenden KI-Einsatz - verbunden sind und wo und wie hier rechtliche Grenzen gezogen werden sollten. Organisiert wurde die Sektion von Niklas Bunzel, Robert Landwirth und Ann-Katrin Riedel vom Fraunhofer SIT bzw. der TU Darmstadt sowie von Neele Zander von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Im Mittelpunkt der zweiten Sektion „Stromausfälle und ‚Blackouts‘ in einer digitalen Welt“ standen die Herausforderungen und unterschiedlichen Fragestellungen, die angesichts unserer hochtechnisierten und fortschreitend digitaleren Gesellschaft mit der Gefahr von Stromausfällen verbunden sind. Ziel der Sektion war es, zu einem ganzheitlichen Verständnis der Wechselwirkungen zwischen digitalen Technologien und Sicherheitsansprüchen beizutragen. Inhaltlich verantwortlich waren hier Martin Pietsch von der TU Darmstadt, Leonard Schliesser von der Durham University und Isabel Zylka von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Darüber hinaus gab Prof. Alexander Fekete von der TH Köln als Experte einen Impuls zum Thema „Digitale Transformation und Kaskadeneffekte Kritischer Infrastrukturen“.

Abschließend wurden in der dritten Sektion die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der maritimen Sicherheit diskutiert. Hier stand vor allem die Frage im Vordergrund, inwieweit durch aktuelle und zukünftige Technologien, wie bspw. Drohnen, KI-basierte Bilddatenauswertung und autonom agierende Systeme, neue Konzepte zur Visualisierung und Bewertung maritimer Sicherheitslagen ermöglicht werden. Dabei ging es u. a. um die Herausforderungen und Limitierungen, die aus der Perspektive der Anwender mit der wachsenden Bedeutung digitaler Einsatz- und Lageführung verknüpft sind. Holger Klindt, Leiter der Arbeitsgruppe „Zivile Maritime Sicherheit“ der Gesellschaft für Maritime Technik e. V leitete die Sektion dabei mit einem Experten-Impulsvortrag ein. Die inhaltliche und organisatorische Federführung lagen hier bei Alexander Gabriel, Dr. Michael Stadermann, Jannis Stoppe sowie Babette Tecklenburg (Moderation) und Dr. Nicola Wendt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).