SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Kommunen bei der Erprobung neuer Lösungsansätze zur Vorbereitung auf und zur Bewältigung von Krisen.

Belebter Potsdamer Platz in Berlin bei tief stehender Sonne

 Getty Images / querbeet

Innovative Lösungen aus der Sicherheitsforschung helfen bei der Vorbereitung auf Krisen, ihrer Bewältigung und der Reduzierung ihrer Folgen – sie müssen aber dazu noch effektiver und schneller in die Praxis gebracht werden. Mit dem Wettbewerb „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insbesondere Kommunen, ganzheitliche Konzepte für den Einsatz von Sicherheitslösungen zu entwickeln und in der Praxis zu testen. Dadurch werden Impulse für den Innovations- und Praxistransfer geschaffen und wichtige Erkenntnisse zur Wirksamkeit der neuen Lösungen gewonnen.

Wettbewerb zur Demonstration innovativer Sicherheitslösungen in der Praxis 

Im November 2019 wurden deutschlandweit Kommunen durch den Wettbewerb dazu aufgerufen, gemeinsam mit einem Partner aus Wissenschaft oder Wirtschaft, Ideen zur Demonstration innovativer Sicherheitslösungen zu entwickeln, deren Anwendung zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern beitragen kann. Dazu können beispielsweise technische Lösungen, Dienstleistungen oder Aus- und Weiterbildungskonzepte aus Forschung und Entwicklung zu einem ganzheitlichen Ansatz zusammengeführt werden. 

In der ersten Phase des zweistufigen Wettbewerbs geht es darum, die Idee für eine Demonstration, d.h. eine Erprobung in der Praxis, wissenschaftlich fundiert auszuarbeiten und vorzubereiten. In der zweiten Phase erhalten bis zu fünf Kommunen ab 2023 die Möglichkeit, ihre Demonstration über einen Zeitraum von vier Jahren in der Praxis umzusetzen. Am 1. Juni 2021 starteten die Gewinner, 14 Städte und Landkreise mit ihren Partnern, in die erste Phase des Wettbewerbs. Bis Ende November 2022 werden die Projekte mit jeweils bis zu 250.000 Euro vom BMBF gefördert.

Da Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, werden die Projektpartner von Behörden, Einsatzkräften, Betreibern kritischer Infrastrukturen, Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft aber vor allem auch von Bürgerinnen und Bürgern bei der Ausgestaltung der ganzheitlichen Ansätze unterstützt.

    

Gewinner der ersten Phase des Wettbewerbs 


Blick über Dortmund

Stadt Dortmund

ADLeR: Automatisiertes Detektions-, Melde- und Leitsystem für Rettungskräfte - Rettungskette neu denken

Förderkennzeichen 13N15616 und 13N15617

Die Stadt Dortmund erforscht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST), wie die Rettungskette durch den Einsatz und die Vernetzung intelligenter Technologien noch effektiver gestaltet werden kann.

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Fußballpark Gelsenkirchen von Oben

Hans_Blossey-ARENA_PARK_Gelsenkirchen

DRAGON: Desaster-Reaktions-Automatisierung in Gelsenkirchen und Organisationsübergreifende Netzwerkkommunikation

Förderkennzeihen 13N15620 und 13N15621 

Die Frage, wie die Sicherheit von Großveranstaltungen durch ein ganzheitliches Sicherheitskonzept erhöht werden kann, steht im Mittelpunkt des Vorhabens der Stadt Gelsenkirchen mit der Westfälischen Hochschule.

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Bauernhofanlage mit regenerativen Energien

Dr.-Ing. Bernd Krautkremer

Energy-Islands-HeRo: Energieversorgungsinseln im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Förderkennzeihen 13N15610 und 13N15611

Was tun, wenn der Strom ausfällt? Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) erarbeiten für diesen Fall ein regionales Stromversorgungskonzept auf Basis regenerativer Energien.

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Viele Menschen im Sommer auf Platz

Stadt Freiburg

FreiburgRESIST: Sicher Leben in Freiburg: Resilienzmanagement für die Stadt

Förderkennzeihen 13N15608 und 13N15609

Die Stadt Freiburg im Breisgau und das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) erarbeiten ein Resilienz-Managementsystem, das Einsatzkräfte bei der Evakuierung in Gefahrensituationen unterstützt und die Eigeninitiative und Zivilcourage der Bevölkerung fördert.

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Weitläufiges Hafengelände aus der Luft

 Wolfhard Scheer_Erlebnis Bremerhaven

GIS4BOS: Kommunale Geoinformationssysteme für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Förderkennzeihen 13N15626 und 13N15627 

Der Aufbau eines Einsatzführungssystems für Polizei und Feuerwehr, das digitale Daten für Einsätze besser nutzbar macht, ist Ziel des Projekts der Stadt Bremerhaven mit dem Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen DLR e.V. 

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Feuerwehreinsatz in Einkaufsstraße

Feuerwehr Köln

KIWIS: Kommunales Krisen-Warn- und Informationssystem 

Förderkennzeihen 13N15612 und 13N15613

Die Stadt Köln und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) untersuchen, wie ein robustes Warn- und Informationssystem gestaltet werden muss, um die Bevölkerung zielgerichteter und spezifischer informieren zu können. 

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Meißen von Oben

Landratsamt Meißen

KriKom-LK-MEI: Krisenkommunikation im Landkreis Meißen 

Förderkennzeihen 13N15594 und 13N15595

Um in Krisenlagen die Kommunikation mit der Bevölkerung und zwischen den Sicherheitsakteuren sicherzustellen, entwickeln der Landkreis Meißen und die Hochschule Magdeburg-Stendal ein neues Krisenkommunikationssystem, das auch Anlaufstellen für die Bevölkerung vorsieht. 

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Zelte von Einsatzkräften

Jade Hochschule, Standort Oldenburg

LifeGRID: Lebensrettung in flut- und energiekritischen Gefährdungssituationen durch Realisierung von Insellösungen im Rahmen der Daseinsvorsorge

Förderkennzeihen 13N15624 und 13N15625

Der Landkreis Wesermarsch und die Jade Hochschule Wilhelmshaven/ Oldenburg/ Elsfleth untersuchen Versorgungskonzepte zum Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen vor Hochwasser und Stromausfall. 

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Berlin bei Dämmerung von Oben

Adobe Stock / Sliver

Plan#B: Planung und Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen am Beispiel Blackout in einer vielfältigen Metropole

Förderkennzeihen 13N15622 und 13N15623 

Wie Krisenkommunikation bei einem Stromausfall gelingen kann, wird in der Hauptstadt Berlin in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin aufgezeigt. Die Bevölkerung und regionale Akteure werden dabei eng einbezogen.

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Person mit vollem Einkaufskorb in der Hand

Holger Kraft/Pixabay

REALIS: Reallabore zur verteilten Information und Schulung der Zivilbevölkerung in Krisensituationen

Förderkennzeihen 13N15602 und 13N15603

Wie kann die Bevölkerung auf Schadenslagen besser vorbereitet werden? Die Stadt Siegen und die Universität Siegen bereiten eine Informations- und Schulungsinfrastruktur in Form eines stadtweiten Reallabors vor – für die Vorbereitung auf Krisen und die Unterstützung in Krisen.

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Flügeldrohne auf Wiese

Hamburg Port Authority AöR

RESCUE-MATE: Dynamische Lageerstellung und Unterstützung für Rettungskräfte in komplexen Krisensituationen mittels Datenfusion und intelligenten Drohnenschwärmen 

Förderkennzeihen 13N15596 und 13N15597   

Die Freie und Hansestadt Hamburg setzt gemeinsam mit der Universität Hamburg Verfahren der künstlichen Intelligenz, einen digitalen Zwilling und Drohnenschwärme ein, um für Einsatzkräfte ein interaktives Lagebilds zu entwickeln.

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Bahnhofseingang

Stadt Ludwigsburg

SiLBer: Sicherheit im Ludwigsburger Bahnhofsviertel 

Förderkennzeihen 13N15628 und 13N15629   

Neueste Forschungsergebnisse zur Kriminalprävention fließen im Projekt der Stadt Ludwigsburg und der Universität Tübingen in die Umgestaltung eines ehemaligen Industriegeländes in Bahnhofsnähe ein. 

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Kanal, Autobahn und Eisenbahn von Oben

Mark Fleischhauer

SysKa: Integration systemischer Kritikalität in die Katastrophenschutzplanung 

Förderkennzeihen 13N15660 und 13N15661     

Die Vernetzung und Abhängigkeit von Infrastrukturen führen bei einer Störung schnell zu Folgeschäden. Wie es gelingt, diese Kaskadeneffekte im Risiko- und Krisenmanagement zu berücksichtigen, zeigen die Stadt Bochum und die TU Dortmund auf. 

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Stadt am Wasser von Oben

Stadt Wilhelmshaven

ZisSch: Ganzheitliche zivile Sicherheitslösungen für die Stadt Wilhelmshaven als Bundeswehr- und maritimer Standort an der Schnittstelle städtischer Lebensräume 

Förderkennzeihen 13N15590 und 13N15591     

In Wilhelmshaven liegen Hafen, Industrieanlagen, militärische Liegenschaften, Wohnbebauung und kommunale Infrastruktur eng beieinander. Die Stadt untersucht daher mit der Universität Potsdam, wie vor diesem Hintergrund ein effektives Risiko- und Krisenmanagement gelingen kann.

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