Forschung für die zivile Sicherheit

Wie kann die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden? Was kann die Forschung tun, um Katastrophen zu verhindern und Rettungskräfte im Einsatz bestmöglich zu schützen und auszustatten? Wie lassen sich Potenziale der digitalen Transformation für die Entwicklung ziviler Sicherheitslösungen nutzen? Diesen und anderen Fragen widmet sich die zivile Sicherheitsforschung im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Ein Feuer in einem Haus wird von der Feuerwehr gelöscht. Im Vordergrund stehen drei Einsatzkräfte.

BMBF

Sicherheit ist von grundlegender Bedeutung für Freiheit, Lebensqualität und Wohlstand. Die zivile Sicherheit berührt alle Lebensbereiche einer modernen und weltoffenen Gesellschaft. Veränderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen, der zunehmende Trend zur Digitalisierung im privaten und beruflichen Umfeld sowie der gesellschaftliche Wandel erfordern neue Antworten aus der zivilen Sicherheitsforschung.

Kernaufgabe der zivilen Sicherheitsforschung ist es, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Gefährdungen zu erhöhen, die mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen, Terrorismus und Kriminalität verbunden sind.

Die Forschung zielt sowohl darauf ab, die Eigenvorsorge und Resilienz der Bevölkerung zu stärken als auch die Rettungs- und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Erforschung neuer Technologien, die Förderung neuer organisatorischer Kompetenzen und die Erschließung neuer Kommunikationswege tragen dazu bei, dass Katastrophenlagen und Alltagseinsätze besser und zugleich sicherer bewältigt werden.

Die digitale Transformation hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Menschen und damit auch auf die zivile Sicherheit. Eine zentrale Zukunftsaufgabe des Sicherheitsforschungsprogramms ist es daher, die Chancen und Potenziale der digitalen Transformation für die Entwicklung ziviler Sicherheitslösungen nutzbar zu machen.

Ein wichtiges Anliegen ist der Transfer erfolgreicher Forschungsergebnisse in die Praxis. Dabei helfen Feldtests und praxisnahe Evaluierungen.

Die drei Säulen des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms

Das Programm ist in drei Säulen gegliedert:

Darüber hinaus greifen Querschnittsthemen sowohl aktuelle technologische und gesellschaftliche Entwicklungen als auch übergeordnete Themen und Fragestellungen auf.

Internationale Kooperationen

Krisen und Katastrophen machen nicht an nationalen Grenzen halt. Um den Schutz der Bevölkerung und der Kritischen Infrastrukturen langfristig zu gewährleisten, arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis in der Forschung auf europäischer und internationaler Ebene eng zusammen.

Kooperationen auf EU-Ebene bestehen derzeit vor allem mit den Nachbarländern Frankreich und Österreich. Weitere internationale Forschungsallianzen bestehen auf Grundlage von Regierungsabkommen mit Indien, Israel und den USA.

In Entwicklungs- und Schwellenländern sind die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen von Naturkatastrophen häufig schwer zu bewältigen. Deutschland trägt dazu bei, das internationale Risiko- und Katastrophenmanagement zu verbessern. Mit der Maßnahme „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement“ (IKARIM) schafft die zivile Sicherheitsforschung hier ein Dach, unter dem gemeinsam und gleichberechtigt mit Akteuren aus Partnerländern Lösungen entwickelt werden, die zu den jeweiligen Problemen vor Ort passen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: