Kooperation in der zivilen Sicherheitsforschung zwischen deutschen und indischen Projektpartnern

Deutschland und Indien blicken auf eine jahrzehntelange Zusammenarbeit in der Forschung zurück. Vor diesem Hintergrund haben beide Länder beschlossen, gemeinsam an Strategien zur Erhöhung der zivilen Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu forschen. Drei bilaterale Pilotprojekte zu unterschiedlichen Themenfeldern stellen den Startpunkt der Kooperation dar.

Kooperatiion zwischen Indien und Deutschland

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Laufende Verbundvorhaben:

FloodEvac: Verletzbarkeit von Transportinfrastrukturen – Warnung und Evakuierung bei Hochwasser

Durch Hochwasser können Straßen unpassierbar werden.

iStock.com/BanksPhotos

Förderkennzeichen:  13N13194 bis 13N13200

Hochwasser bringt viele Herausforderungen mit sich. Für die Verantwortlichen sind es vor allem unzureichende Informationen. So lässt sich die Nutzbarkeit von Verkehrswegen nach Hochwasser- und Flutkatastrophen schwer einschätzen. Im Projekt FloodEvac werden Methoden und Technologien entwickelt, um die Befahrbarkeit und Resttragfähigkeit von betroffenen Verkehrswegen einzuschätzen. Mit einem neu zu entwickelnden Unterwasserroboter sollen Schäden an den Verkehrswegen im Überschwemmungsgebiet untersucht werden können. Zusätzlich werden Simulationen eine Vorhersage zum weiteren Verlauf der Überschwemmung erlauben, so dass Einsätze effektiver geplant werden können.

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INVOLVE: Verringerung sozialer Vulnerabilität durch freiwilliges Engagement

Freiwilligenarbeit beim Elbehochwasser 2013 bei Torgau in Sachsen.

Philartphace@istock

Förderkennzeichen:  13N13027 bis 13N13029

Die Arbeit von Freiwilligen ist ein wichtiger Stützpfeiler unserer Gesellschaft. Sie trägt wesentlich dazu bei, Katastrophen vorzubeugen oder zu bewältigen. Im interkulturellen Vergleich mit Indien werden die besonderen Voraussetzungen erkennbar, die für die Bereitschaft zum freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Engagement im Katastrophenschutz in Deutschland bestehen. INVOLVE analysiert diese Bedingungen und entwickelt Konzepte, wie freiwillige Helferinnen und Helfer noch gezielter angesprochen werden können. Darüber hinaus werden Vorschläge erarbeitet, wie Lehr- und Lernmaterialien zur Aus- und Fortbildung an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden können.

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SenSE4Metro: Sicherheitsmanagement- und Notfalleinsatzsystem für U-Bahn-Systeme

U-Bahn Tunnel, ausgerüstet mit Sicherheitsmanagement- und Notfalleinsatzsystem.

Fraunhofer EMI

Förderkennzeichen:  13N13039 bis 13N13041

Im deutsch-indischen Projekt SenSE4Metro soll die Sicherheit von Personen in U-Bahn-Systemen durch neue technische und organisatorische Maßnahmen erhöht werden. Ausgangspunkt ist ein kulturvergleichender Ansatz, mit dem das Verhalten von großen Menschenmengen in verschiedenen Regionen untersucht wird. Als technische Neuerung wird ein sensorbasiertes System erforscht, das es Notfallhelfern ermöglicht, schnell und gezielt geeignete Rettungsmaßnahmen zu ergreifen. Parallel soll ein Computerprogramms erarbeitet werden, mit dem Rettungskräfte auch selten vorkommende Einsatzfälle trainieren können. Durch das interaktive Training werden Ersthelfer besser auf außergewöhnliche Ereignisse vorbereitet.

Projektumriss SenSE4Metro  (pdf-Datei)