Gesellschaftliche Aspekte der zivilen Sicherheitsforschung

Sicherheit ist von grundlegender Bedeutung für Freiheit, Lebensqualität und Wohlstand. Die zivile Sicherheit berührt alle Lebensbereiche einer modernen und weltoffenen Gesellschaft. Sie trägt dazu bei, dass sich Bürgerinnen und Bürger frei und individuell entfalten können und unterstützt die Gestaltung eines demokratischen Gemeinwesens, in dem soziales Miteinander und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt stehen. Zivile Sicherheitsforschung ist ein Schlüssel, die Sicherheit in allen Lebensbereichen der Gesellschaft zu verbessern, ohne die Freiheit der Menschen einzuschränken.

Dafür bietet das Rahmenprogramm "Forschung für die zivile Sicherheit" einen geeigneten Ansatz. Hier arbeiten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Sicherheitsorganisationen entlang der gesamten Innovationskette zusammen, um Lösungen für aktuelle und zukünftige Aufgaben in der zivilen Sicherheit zu finden. Dabei werden für eine erfolgreiche Erforschung von Sicherheitsinnovationen, die zur Praxis und zur Gesellschaft passen, alle relevanten Disziplinen der Technik-, Natur- und Gesellschaftswissenschaften einbezogen. In interdisziplinären Projekten erforschen sie innovative Lösungen, die in anwendungsorientierte Konzepte eingebettet sind.

Dabei werden Fragen, die beispielsweise ethische Aspekte oder den Datenschutz berühren, gemeinsam erforscht. Ergänzend zur szenarienorientierten Forschung kann an spezifischen Grundsatzfragen der zivilen Sicherheit gearbeitet werden. Das können beispielweise Fragen der gesellschaftlichen Anschlussfähigkeit von Technologieentwicklungen, der zukunftsfähigen Gestaltung von Sicherheitskulturen und -architekturen oder zu Grundrechts- und Ethikdiskursen in der Gesellschaft sein. Darüber hinaus wird für die qualitative und quantitative Erforschung der Wirkung und Anwendung ziviler Sicherheitslösungen eine systematische Erfassung und Bereitstellung empirischer Daten angestrebt.