D – Einreichung, Auswahl und Umsetzung des wissenschaftlichen Begleitvorhabens

Die Bewerbung um das wissenschaftliche Begleitprojekt folgt - analog der Umsetzungsphase - einem zweistufigen Antragsverfahren. Die Antragsteller reichen zuerst eine Projektskizze für ein Begleitvorhaben ein. Auf der Grundlage festgelegter Kriterien empfiehlt eine Jury Begleitvorhaben, von denen das BMBF eine Skizze für die Förderung auswählt. Für die Begutachtung kann gegebenenfalls eine persönliche Präsentation der Teilnehmer erforderlich sein. Das Auswahlergebnis wird allen Teilnehmern schriftlich mitgeteilt. In der zweiten Stufe werden die Antragsteller aufgefordert, ihre Anträge zu erstellen und einzureichen. Sobald die Prüfung der Anträge erfolgreich war, startet das Begleitprojekt.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind alle im Rahmen der Bekanntmachung aufgeführten Institutionen:

  • Kommunen,
  • öffentliche Unternehmen,
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
  • Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen,
  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS),
  • Vereine und Verbände,
  • Behörden und deren Forschungseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen.

Werden Einzelprojekte oder Verbünde gefördert?

Es können sowohl Einzel- als auch Verbundprojekte vorgeschlagen werden.

Welche Fördersummen und welcher Förderzeitraum sind für das Begleitprojekt vorgesehen?

Eine maximale Zuwendungssumme ist für das Begleitprojekt nicht vorgegeben. Sie richtet sich nach Aufwand und Umfang der einzelnen Aktivitäten. Wichtig ist eine realistische, bedarfsgerechte und nachvollziehbare Finanzplanung.

Analog der Umsetzungsphase ist das Begleitvorhaben auf eine Laufzeit von bis zu vier Jahren auszurichten.

Welche Aktivitäten werden gefördert?

Im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitvorhabens werden Aktivitäten gefördert, die die Synthese und Aufbereitung der Ergebnisse aus den Demonstrationen sowie die Bewertung der Fördermaßnahme hinsichtlich der Erreichung der förderpolitischen Ziele unterstützen. Darüber soll das Vorhaben eine koordinierende Funktion zu übergreifenden Fragestellungen aller geförderten Demonstrationen wahrnehmen. So sind beispielweise Ergebnisse übergreifend aufzubereiten und hinsichtlich der (überregionalen) Wirkung und Erreichung der förderpolitischen Ziele zu analysieren, die Vernetzung und der Austausch der beteiligten Regionen durch verschiedene Formate zu stärken, aber auch eine übergreifende Öffentlichkeitsarbeit in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Projektträger umzusetzen. Eine Übersicht zu möglichen Aktivitäten ist in der Bekanntmachungstext aufgeführt.

Da die Bekanntmachung diesbezüglich nur einen inhaltlichen Rahmen vorgibt, sind die Bewerber insbesondere dazu aufgerufen, auch eigene inhaltliche wie methodische Vorschläge einzuarbeiten. Da die Projekte der Konzeptphase der Fördermaßnahme zum Zeitpunkt der Skizzenerstellung bereits laufen, sollte anhand der Skizze erkennbar sein, dass sich die Antragsteller bereits mit den laufenden Vorhaben auseinandergesetzt haben und dies in die inhaltlich-methodische Gestaltung einfließen ließen.

Welche Förderquoten gelten für die Antragsteller?

Innerhalb des wissenschaftlichen Begleitvorhabens gelten folgende Förderquoten als Bemessungsgrundlage:

Art der Einrichtung Förderquote (Umsetzungsphase) Aufschläge
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie wirtschaftliche Tätigkeiten von Forschungseinrichtungen 50% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten 10 % mittlere Unternehmen
20 % kleine Unternehmen
Hochschulen, Forschungs- und Wissenschafts-einrichtungen und vergleichbare Institutionen, (nicht wirtschaftliche Tätigkeiten) 100% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben bzw. Kosten 20% Projektpauschale für Hochschulen und Universitätskliniken
Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie vergleichbare Institutionen 100% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben

  

Wie wird die Kooperation und Unterstützung durch die Demonstrationsprojekte sichergestellt?

Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch der geförderten Demonstrationen mit dem Begleitvorhaben werden vorausgesetzt. Auf Anforderung sind die Zuwendungsempfänger verpflichtet, die dafür relevanten Daten und Unterlagen zeitnah zur Verfügung zu stellen. Ein vertraulicher Umgang mit allen in diesem Zusammenhang erhobenen Daten und offengelegten Informationen muss zugesichert werden.

Wie wird eine Skizze eingereicht?

Die Skizze für das wissenschaftliche Begleitvorhaben (max. 15 Seiten zuzüglich Anlagen) ist bis spätestens 31. Juli 2022 über das elektronische Einreichungssystem unter https://www.projekt-portal-vditz.de/bekanntmachung/sifolife hochzuladen. Zusätzlich zu der fristgerechten elektronischen Einreichung muss eine rechtsverbindlich unterschriebene Druckfassung beim Projektträger eingehen. Der postalische Versand an den Projektträger sollte am folgenden Werktag geschehen (Poststempel).

Die Einreichung der Skizze wird jedoch erst ab Januar 2022 möglich sein. Bis dahin sind alle notwendigen Informationen dem Bekanntmachungstext zu entnehmen. Zudem steht die Vorlage für die Skizze in Kürze hier zur Verfügung.

Was passiert, wenn die Unterlagen unvollständig oder zu spät eingehen?

In solchen Fällen kann das Strategiekonzept möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Auswahlverfahren des wissenschaftlichen Begleitvorhabens

Die Auswahl des wissenschaftlichen Begleitvorhabens erfolgt im Rahmen der Umsetzungsphase beschriebenen Juryverfahrens und nach folgenden Kriterien:

  • Qualität der Projektidee für die wissenschaftliche Begleitung bzw. Koordinierung der Fördermaßnahme,
  • Profil, wissenschaftlich/technische Exzellenz und Erfahrung der Antragsteller unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzen und Leistungsfähigkeit eingebundener Partner,
  • Effektivität und Effizienz der Organisation des wissenschaftlichen Begleitvorhabens,
  • erwarteter Mehrwert für die Modellgebiete bezüglich Vernetzung, Sichtbarkeit und Wirkung.

Auf der Grundlage der genannten Kriterien empfiehlt eine Jury Begleitvorhaben, von denen das BMBF eine Skizze für die Förderung auswählt. Für die Begutachtung kann gegebenenfalls eine persönliche Präsentation der Teilnehmer erforderlich sein. Das Auswahlergebnis wird allen Teilnehmern schriftlich mitgeteilt.

Antragstellung und Projektstart des Begleitvorhabens

Das ausgewählte Begleitvorhaben erstellt Entwürfe ihres Antrags bzw. ihrer Anträge, die vom Projektträger vor der rechtsverbindlichen Antragstellung geprüft werden. Im Anschluss werden förmliche Förderanträge über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ eingereicht.

Im Rahmen der Antragstellung werden die Förderanträge abschließend nach folgenden Kriterien bewertet und geprüft:

  • Zuwendungsfähigkeit der beantragten Mittel,
  • Notwendigkeit und Angemessenheit der beantragten Mittel zur Durchführung der im Arbeitsplan aufgeführten Aktivitäten,
  • Nachvollziehbarkeit der Erläuterungen zum Finanzierungsplan,
  • Umsetzung eventueller Auflagen aus der ersten Stufe und Einhaltung des dort zur Förderung empfohlenen Finanzrahmens.

Einen festen Starttermin für das wissenschaftliche Begleitvorhaben gibt es nicht. Er wird sich an den Startterminen der Demonstrationsprojekte orientieren, die voraussichtlich bis Mitte starten.