Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung "Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen"

In Deutschland und Frankreich lebt ein hoher Anteil der Bevölkerung in Städten und Ballungsräumen. Einerseits trägt die große Vielfalt an Freizeitaktivitäten und Kulturangeboten wesentlich zur Lebensqualität der städtischen Bevölkerung bei. Andererseits kann die hohe Infrastrukturdichte sowie Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur zu neuen Bedrohungen für die Bevölkerung führen, welche neuartige Sicherheitslösungen erfordern. Mit der Bekanntmachung "Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen" streben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Agence Nationale de la Recherche (ANR) die Förderung interdisziplinärer Forschungsprojekte an, die die Sicherheit in urbanen Räumen in Deutschland und Frankreich stärken.

Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen

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Mit der Bekanntmachung "Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen" setzen BMBF und ANR die langjährig erfolgreiche bilaterale Kooperation auf dem Gebiet der zivilen Sicherheitsforschung fort. Auf diese Weise soll nicht nur die nationale Sicherheit in beiden Ländern gestärkt sondern auch ein Beitrag zur europäischen Sicherheitsarchitektur geleistet werden.

   

Laufende Forschungsprojekte:

DRUSEC: Umgang mit Drogen in der Öffentlichkeit - Herausforderungen für die Sicherheit in Städten

Subjektives Sicherheitsempfinden bildet nicht immer reale Risiken ab.

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Förderkennzeichen: 13N14471 bis 13N14475

Angehörige offener Drogenszenen gelten durch ihr Erscheinungsbild und ihre prekäre Lebenssituation häufig per se als Sicherheitsrisiko. Die reale Gefahr, die von diesen Personen ausgeht objektiv einzuschätzen, ist jedoch oftmals schwierig. Das Projekt DRUSEC untersucht in Deutschland und Frankreich objektive Risiken und subjektiv gefühlte Gefahren in urbanen Räumen, in denen Drogen präsent sind. Ziel ist es, Sicherheitslagebilder zu erstellen, um potenzielle Gefahren zu identifizieren und subjektive Fehleinschätzungen offen zu legen. Es sollen Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Milieus erarbeitet werden, die von Alkohol- und illegalem Drogenkonsum geprägt sind.

Projektumriss DRUSEC (pdf-Datei)

   

S2UCRE: Sicherheit in städtischen Umgebungen: Crowd-Monitoring, Prädiktion und Entscheidungsunterstützung

Untersuchung von Personenströmen bei Großveranstaltungen

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Förderkennzeichen: 13N14463 bis 13N14468

Bei öffentliche Veranstaltungen mit großen Besucherzahlen kann es schnell zu gefährlichen Situationen kommen. Bei der Übertragung des Finales der UEFA Champions League in Turin wurden zum Beispiel 1.500 Menschen verletzt, als durch Knallkörper eine Massenpanik entstand. Im Rahmen des Projektes S2UCRE soll ein Kameranetzwerk zur Erfassung von Personenmengen und zur Schätzung von Personendichten in urbanen Räumen aufgebaut werden. Diese Daten werden zusammen mit weiteren Werten zu Panikverhalten oder Gruppenprozessen für Simulationen und Kurzzeitprognosen von Massendynamiken genutzt. Dabei werden insbesondere die Aspekte des Datenschutzes der Veranstaltungsteilnehmer mit einbezogen. Mit Hilfe der Projektergebnisse soll es Veranstaltern und Sicherheitsbehörden ermöglicht werden, auf unerwartete Ereignisse noch gezielter reagieren zu können.

Projektumriss S2UCRE (pdf-Datei)

   

SiBa: Sicherheit im Bahnhofsviertel

Hauptbahnhof Leipzig mit benachbarten Stadtvierteln

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Förderkennzeichen 13N14412 und 13N14413

Moderne Hauptbahnhöfe werden gerne als städtische Aushängeschilder betrachtet. Andererseits gelten großstädtische Bahnhofsviertel häufig als Anziehungspunkt für Rotlichtmilieu und Drogenszene und werden von der Bevölkerung als kriminalitäts- und problembelastet wahrgenommen. Ziel des Projektes SiBa ist es, neue Konzepte und Herangehensweisen zu entwickeln, um Bahnhöfe und ihr Umfeld sicherer zu gestalten. Dazu werden die Anwohner von Bahnhofsvierteln repräsentativ über die Situation in ihrem Wohnquartier befragt. Parallel finden Begehungen und Beobachtungen statt, um die Sicherheitssituation im jeweiligen Viertel zu dokumentieren. Aus der Analyse wird ein integriertes, praxistaugliches Präventions- und Handlungskonzept für die Stadtentwicklung und für die Umsetzung von kriminalpräventiven Maßnahmen in den jeweiligen Bahnhofsvierteln erstellt.

Projektumriss SiBa (pdf-Datei)

   

SUVEREN: Verbesserung der Sicherheit in unterirdischen städtischen Verkehrsbereichen bei Einsatz neuer Energieträger

SUVEREN untersucht die Sicherheit in öffentlichen unterirdischen Räumen bei der Verwendung von neuen Energieträgern

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Förderkennzeichen 13N14391 bis 13N14393

Um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren, werden seit einiger Zeit alternative Fahrzeugantriebe entwickelt und verwendet. Obwohl die Zahl neu zugelassener Hybrid- und Elektroautos angestiegen ist, gibt es bislang kaum belastbare Untersuchungen, wie sich die neuen Energieträger, z. B. im Fall eines Brandes, verhalten. Das Projekt SUVEREN analysiert Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz alternativer Energieträger in unterirdischen Verkehrsbereichen, wie zum Beispiel Tiefgaragen oder Tunneln. Dazu wird u. a. das Brandverhalten von Batterien und Gasdruckbehältern sowie von in Fahrzeugen verbauten Verbundmaterialien untersucht. Wichtige Forschungsinhalte sind die Interaktion zwischen Rauchgasen und Löschmitteln sowie Möglichkeiten der Bekämpfung von z. B. Batteriebränden durch Sprinkler oder Wassernebellöschanlagen.

Projektumriss SUVEREN (pdf-Datei)

   

U-THREAT: Resilienz unterirdischer ÖPNV-Systeme zur Gewährleistung der Verfügbarkeit

U-THREAT untersucht, wie die Resilienz von unterirdischen Verkehrsnetzen weiter erhöht werden kann

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Förderkennzeichen 13N14446 bis 13N14449

In Großstädten und Metropolen kommt den unterirdischen Verkehrsnetzen der U-Bahnen eine besondere Bedeutung zu. Bereits kleine Störungen können jedoch zu großen Beeinträchtigungen in U-Bahn-Systemen führen. Daher ist es notwendig, die Resilienz von unterirdischen Verkehrsnetzen weiter zu erhöhen. Ziel des Projektes U-THREAT ist es, den Betrieb von U-Bahn-Systemen nach einem Schadensfall zuverlässig aufrechtzuerhalten bzw. schnell wieder aufzunehmen. Grundlage bildet ein Bewertungsschema, mit dem die Verwundbarkeit einzelner Abschnitte ermittelt werden kann. Darauf aufbauend werden Vorschläge für bauliche Maßnahmen ausgearbeitet, um diese Bereiche besser als bislang zu schützen. Des Weiteren wird ein Simulationswerkzeug geschaffen, mit dessen Hilfe bei Ausfall einer Strecke alternative Linienführungen bereitgestellt werden können.

Projektumriss U-THREAT (pdf-Datei)