Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung "Zivile Sicherheit - Prävention und schnelle Hilfe bei biologischen Gefahren"

Biologische Gefahren machen nicht an nationalen Grenzen Halt. Deshalb ist internationale Zusammenarbeit bei der Krisenbewältigung von entscheidender Bedeutung. Mit der vorliegenden Förderrichtlinie wird angestrebt, die Kooperation zwischen Forschern, Anwendern und Praxispartnern aus dem Bereich der Krisenvorsorge in Deutschland und Frankreich zu stärken. Ziel ist es den Schutz der Bevölkerung vor biologischen Gefahren, wie sie durch Epidemien oder Pandemien, technische Störfälle oder die vorsätzliche Ausbringung von Agenzien hervorgerufen werden, zu verbessern. In dieser Zusammenarbeit streben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Agence Nationale de la Recherche die Förderung interdisziplinärer Forschungsprojekte an, um die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen.

Virusmoleküle

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Laufende Forschungsprojekte:

PLANT: Bioterroristische Gefahrenlagen durch Pflanzentoxine

Mensch in Chemieanzug am Tatort

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Förderkennzeichen 13N15462 und 13N15463

In Deutschland und Frankreich konnten 2018 Vorbereitungen für schwere staatsgefährdende Straftaten mit Pflanzentoxinen durch Ermittlungsbehörden aufgedeckt und vereitelt werden. Diese Fälle zielten darauf ab, das hochtoxische Gift Rizin aus Pflanzensamen zu gewinnen und gegen Zivilisten einzusetzen. Bioterrorismus stellt für Polizei und Gesundheitsbehörden eine besondere Herausforderung dar: Eingesetzte Giftstoffe müssen schnellstmöglich identifiziert und beseitigt werden, gleichzeitig müssen Beweise gesichert werden, um die Täter rechtskräftig verurteilen zu können. Das deutsch-französische Verbundprojekt PLANT nimmt die mit bioterroristischen Anschlagszenarien verbundene Herausforderungen, wie Tatort- und Asservatenmanagement sowie Vor-Ort-Analytik in den Fokus.

   

PREPMEDVET: Notfallstrategien gegen virale Pathogene

Laborant nimmt Proben beim Autofahrer

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Förderkennzeichen 13N15449 und 13N15450

Der Ausbruch von Covid-19 im Dezember 2019 in China mit der darauffolgenden weltweiten Pandemie ist ein Musterfall für das Auftreten einer neuen Infektionskrankheit und deren Folgen. In einer solchen Situation ist der Schlüssel zur schnellen Reaktion der Gesundheitsbehörden die zeitnahe Identifizierung des Krankheitserregers. Das Projekt PREPMEDVET greift auf Gensequenzierungsmethoden der neusten Generation zurück, die den zeitlichen Vorteil haben, bei der Analyse nach vielen unterschiedlichen Krankheitserregern gleichzeitig suchen zu können. Diese Methode ist im Labor etabliert und soll hier auf eine mobile Plattform übertragen werden.

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