Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Innovationslabore/Kompetenzzentren für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen“

Mit der vorliegenden Förderrichtlinie soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die vorhandenen Kompetenzen bei Robotik und Robotereinsatz im Bereich der zivilen Sicherheit zu bündeln und innovative Systemlösungen voranzutreiben, die Einsatzkräfte insbesondere bei riskanten oder gesundheitsgefährdenden Arbeiten zu entlasten und Gefahren zu minimieren. Im Rahmen eines Wettbewerbs sollen bis zu drei Innovationslabore/Kompetenzzentren für den Einsatz von Robotersystemen in menschenfeindlichen Umgebungen in den Themenclustern gefördert werden.

  

Laufende Projekte:

Kompetenzzentrum: Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums (A-DRZ)

Rettungskräfte im Einsatz

panthermedia.net/Boris Franz

Förderkennzeichen  13N14852 bis 13N14863

Trotz guter Ausbildung, taktischen Konzepten und Schutzausrüstung werden jedes Jahr weltweit tausende Einsatzkräfte im Einsatz verletzt oder getötet. Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung ist es absehbar, dass mobile Robotersysteme zunehmend Aufgaben übernehmen werden, um die Einsatzabwicklung sicherer zu gestalten. Durch den Aufbau des Kompetenzzentrum A-DRZ soll der Einsatz von Robotersystemen bei der zivilen terrestrischen Gefahrenabwehr in menschenfeindlicher Umgebung vorangetrieben werden. Die Basis bilden dabei die vier Leitszenarien Feuer, Einsturz & Verschüttung, Detektion von Gefahrstoffen und Hochwasser sowie die daraus resultierenden Herausforderungen an die Rettungsrobotik. Hierzu wird unter anderem ein sogenanntes Living Lab, d. h. ein Labor mit angeschlossenem Versuchsgelände, aufgebaut, in dem Lösungen für unterstützende Rettungsroboter erforscht und in realistischen Testumgebungen geprüft werden können.

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Kompetenzzentrum: Robotersysteme für die Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen (ROBDEKON)

Automatisierter Bagger in gesundheitsgefährdender Umgebung.

Fraunhofer IOSB

Förderkennzeichen  13N14674 bis 13N14681

Nach der Freisetzung von Chemikalien oder radioaktiven Substanzen ist die schnelle Dekontamination verseuchter Areale sowie die Beseitigung von Gefahrstoffen von allergrößter Wichtigkeit. Personen, die die Dekontamination übernehmen, werden hohen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Durch den Einsatz von Robotersystemen können Menschen geschützt und Gefährdungen weitgehend vermieden werden. Ziel von ROBDEKON ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums, in dem praxistaugliche Robotersysteme für Dekontaminationsarbeiten in menschenfeindlichen Umgebungen entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Schaffung eines Netzwerkes, das die vorhandene Expertise in diesem Bereich bündelt. Im Ergebnis sollen autonom oder teilautonom arbeitende Robotersysteme entstehen, die Arbeiten wie die Sanierung von Altlasten oder den Rückbau kerntechnischer Anlagen übernehmen.

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