Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung "Neue ökonomische Aspekte"

Neue Ansätze zur Gewährleistung ziviler Sicherheit tragen zu einem erhöhten Schutz der Bevölkerung bei. Zugleich stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsdynamik der deutschen Sicherheitswirtschaft. Die Förderrichtlinien „Zivile Sicherheit – Neue ökonomische Aspekte“ sollen einen Beitrag dazu leisten, neue wirtschaftliche Zusammenhänge, Wertschöpfungsmuster und innovative Ansätze für Geschäftsmodelle einer modernen Sicherheitswirtschaft zu entwickeln. Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die die Eignung dieser Modelle für die Praxis prüfen und modellhaft umsetzen und damit zur Erhöhung der zivilen Sicherheit in unserer freiheitlichen Gesellschaft beitragen.

Ökonomische Aspekte

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Laufende Verbundprojekte:   

4D-Sicherheit: Partizipatives 4 Dimensionen-Modell zur systemischen Risikobetrachtung von Sicherheitslösungen

Sicherheitsmaßnahmen bewerten und auswählen.

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Förderkennzeichen  13N14123 bis 13N14126

Das Vorhaben 4D-Sicherheit zielt darauf ab, im Spannungsfeld der vier Dimensionen Sicherheit, Effizienz, Recht und Vertrauen die bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen zu identifizieren. Unter Berücksichtigung der Anforderungen von Entscheidern aus den Reihen der Polizei, der Feuerwehr und Rettungsdienste sowie der Privatwirtschaft soll ein Entscheidungshilfe- und Planungs-Werkzeug entstehen, das die Endanwender bei der Bewertung und Implementierung von Sicherheitslösungen unterstützt.

Projektumriss 4D-Sicherheit (pdf-Datei)

  

OSIMA: Die Ordnung des Sicherheitsmarktes

Ob und wie kann die Privatwirtschaft die Sicherheitsgewährleistung in Deutschland unterstützen?

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Förderkennzeichen  13N14103 bis 13N14108

Der  Schutz der Gesellschaft vor Terrorismus, Kriminalität oder Katastrophen ist eine staatliche Pflicht ist, die von der öffentlichen Hand gewährleistet werden muss. Gleichzeitig gibt es seit Jahren den Trend zu einer verstärkten Übernahme von Schutz- und Kontrollaufgaben durch private Einrichtungen. Im Projekt OSIMA soll analysiert werden, welche Formen des Gutes „Sicherheit“ bestehen und wie diese organisiert und finanziert werden. Die Projektergebnisse sollen aufzeigen, welche Formen von Schutz und Sicherheit durch den Staat und welche auch durch private Institutionen bereit zu stellen sind.

Projektumriss OSIMA (pdf-Datei)

  

PERFORMANCE: Kooperative Systemplattform für Videoupload, Bewertung, teilautomatisierte Analyse und Archivierung

Computer unterstützen bei der Ermittlungsarbeit

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Förderkennzeichen  13N14028 bis 13N14034

Nach Ereignissen wie den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln musste die Polizei Bild- und Videomaterial in einem Umfang von über 700 Stunden sichten. Dies bedeutet eine große Herausforderung für die Ermittlungsbehörden. Im Projekt PERFORMANCE soll eine Systemplattform zur Bereitstellung, Bewertung sowie teilautomatisierten Analyse der Daten entwickelt werden. Durch diese Plattform soll eine effektive und zeitnahe Aufklärung von Straftaten möglich werden, so dass weitere kriminelle Handlungen verhindert werden können.

Projektumriss PERFORMANCE (pdf-Datei)

     

PRÄDISIKO: Präventive digitale Sicherheitskommunikation – ein innovativer Ansatz für Kriminalprävention in sozialen Online-Medien

Förderkennzeichen  13N14066 bis 13N14070

Digitale Medien werden verstärkt zur Kommunikation genutzt.

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Bislang fokussiert sich die Polizei bei Ihrer Präventionsarbeit auf den Einsatz klassischer Medien wie Flyer, Anzeigen oder TV-Spots. Dies erreicht jedoch nicht alle Zielgruppen gleichermaßen. Insbesondere Jugendliche und Heranwachsende nutzen eher soziale Netzwerke. Im Projekt PRÄDISIKO soll eine technisch und inhaltlich neu gestalteten Plattform entstehen über die die Polizei interaktive Botschaften zur Kriminalprävention verbreiten und mit der Bevölkerung in einen Dialog treten kann. Es soll erstmalig eine wissenschaftlich fundierte Datengrundlage entstehen, die einen Vergleich der Wirksamkeit der klassischen Kriminalprävention mit der des neuen Ansatzes ermöglicht.

Projektumriss PRÄDISIKO (pdf-Datei)

   

ProVOD: Professionalisierung des Veranstaltungsordnungsdienstes

Großes Open-Air-Konzert

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Förderkennzeichen  13N14112 bis 13N14114

2015 fanden bundesweit mehr als 3 Mio. Veranstaltungen mit knapp 400 Mio. Gästen statt. Meist sorgen private Veranstaltungsordnungsdienste für einen ruhigen Ablauf. Im Projekt ProVOD sollen rechtlich-organisatorische und inhaltliche Rahmenbedingungen erarbeitet werden, die auf die besonderen Herausforderungen der Veranstaltungsordnungsdienste abgestimmt sind. Ziele des Projekts sind unter anderem, passende Aus- und Weiterbildungsangebote für die in diesem Bereich Beschäftigten zu entwerfen und die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern.

Projektumriss ProVOD (pdf-Datei)

  

WiSima: Wirtschaftlichkeit von Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Personenverkehr

Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Personenverkehr erfordern vergleichsweise hohe Investitionen

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Förderkennzeichen  13N14052 bis 13N14056

In Deutschland werden im öffentlichen Personenverkehr jährlich rund 10 Mrd. Fahrgäste transportiert, wovon die Deutsche Bahn allein ca. 27 % befördert. Die Reisenden erwarten in den Fahrzeugen und Bahnhöfen ein hohes Niveau an Sicherheit. Dabei muss Sicherheit mit wirtschaftlich tragbaren Maßnahmen realisiert werden. Das Projekt WiSima erarbeitet Vorschläge, mit denen - ohne Reduzierung der Sicherheitsstandards und bei gleichzeitiger Kostenreduzierung - eine Verbesserung des Sicherheitsempfindens der Fahrgäste erreicht werden kann.

Projektumriss WiSima (pdf-Datei)