Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung "Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM"

Naturereignisse wie Erdbeben, Überschwemmungen, Erdrutsche, Stürme oder Dürren verursachen weltweit immense volkswirtschaftliche, soziale und ökologische Schäden. Mit der Förderrichtlinie "Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung den deutschen Beitrag zur weltweiten Verbesserung des Katastrophenrisikomanagements stärken und zum Erreichen der international vereinbarten Sendai-Ziele beitragen. Im Fokus von IKARIM steht die Förderung bedarfsorientierter Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit ausgewählten afrikanischen und asiatischen Ländern. Ziel ist, in den Ländern vor Ort innovative und anwendungsrelevante Lösungsansätze zur Katastrophenprävention und -vermeidung sowie zur Katastrophenbewältigung und Wiederherstellung gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.

Kinder schleppen das Fahrrad durch das Hochwasser

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Laufende Forschungsprojekte:

HOWAMAN: Nachhaltige Strategien und Technologien für das Hochwasserrisikomanagement in ariden und semiariden Gebieten

Verschüttetes Auto nach einem Hochwasser

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Förderkennzeichen  13N15177 bis 13N15183

Extremwetterereignisse bedrohen weltweit Millionen Menschen und verursachen hohe volkswirtschaftliche Schäden. Dies gilt auch für den Iran, in dem zwar ein trockenes Klima mit wenigen Niederschlägen vorherrscht, der aber immer wieder von Sturzfluten und extremen Hochwasserereignissen betroffen ist. Das Projekt HOWAMAN entwickelt am Beispiel des Flusseinzugsgebiets des Kan in der Provinz Teheran eine neuartige Software für das Hochwasserrisikomanagement. Dies beinhaltet ein Frühwarnsystem, das auf hydrometeorologischen Echtzeitdaten basiert und gefährdete Regionen rechtzeitig informiert. Das geplante Frühwarnsystem soll als effektives Hilfsmittel für Einsatzkräfte und den Hochwasserschutz zuständige Verwaltungen erarbeitet werden. Alle Systeme und Modelle werden als Open Source Software bereitgestellt, so dass sie problemlos auf Länder mit ähnlichen klimatischen Bedingungen übertragen werden können.

Projektumriss HOWAMAN (pdf-Datei)

     

SORTIE: Sensor-Systeme zur Lokalisierung von verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden

Feuerwehrleute retten verschüttete Person

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Förderkennzeichen  13N15189 bis 13N15194

Gasexplosionen, Feuer, Naturkatastrophen wie Starkregen oder Erdbeben: Es gibt unterschiedlichste Ursachen für das Einstürzen von Gebäuden. Werden dabei Menschen verschüttet, beginnt für die Einsatzkräfte ein Wettlauf gegen die Zeit.
Um die Einsatzkräfte vor Ort bei der Suche nach Überlebenden effektiv zu unterstützen, wird im Projekt SORTIE gemeinsam mit indischen Forschern und Anwendern eine autonom fliegende Drohne entwickelt, welche Trümmerfelder aus der Luft kartographiert und analysiert. Aus der Summe der Informationen, welche die SORTIE-Drohne in kürzester Zeit zusammenträgt, wird eine dreidimensionale Karte erstellt, welche den Einsatzkräften einen sicheren Weg direkt zu verschütteten Personen weist.

Projektumriss SORTIE (pdf-Datei)