B – Die Konzeptphase

Vorbereitung und Einreichung des Antrags für die Konzeptphase

Für die Konzeptphase bewerben Sie sich mit einem sogenannten Vollantrag. Die Kommune und höchstens ein weiterer Partner reichen rechtsverbindliche Anträge ein. Anschließend werden die Anträge durch eine Jury beurteilt. Werden Sie auf Basis des Juryurteils vom BMBF zur Förderung ausgewählt, folgt eine kurze Bearbeitungsphase der Anträge und schon startet das Projekt.

Im Folgenden finden Sie alle wissenswerten Details zum Verfahren:

Wer ist antragsberechtigt?

In der Konzeptphase sind Kommunen (Städte, Landkreise, Gemeinden), öffentliche Unternehmen (insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen), Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen antragsberechtigt.

Werden Einzelprojekte oder Verbünde gefördert?

In der Konzeptphase werden Einzelprojekte von Kommunen oder Verbundprojekte von Kommunen mit höchstens einem weiteren Projektpartner, einer wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Unternehmen, gefördert.

Wer übernimmt die Koordination (Projektleitung) und welche Aufgaben sind damit verbunden?

Die Koordination kann von einem der beiden Projektpartner übernommen werden.

Die fachliche Projektbeschreibung wird von beiden Partnern erarbeitet, die rechtsverbindliche Einreichung erfolgt durch den Koordinator. Er ist während der Projektlaufzeit erster Ansprechpartner für den Fördergeber und den Projektträger. Er koordiniert die Zusammenarbeit und achtet federführend auf den Projektfortschritt.

Ist es möglich, weitere Kooperationspartner einzubeziehen?

Weitere relevante Akteure können in der Konzeptphase als assoziierte Partner eingebunden werden. Dem Antrag müssen in diesem Fall Absichtserklärungen der Kooperationspartner beigelegt werden.

Welche Fördersummen und welcher Förderzeitraum sind für die Projekte der Umsetzungsphase vorgesehen?

In der Konzeptphase werden bis zu 15 Projekte über einen Zeitraum von 18 Monaten mit jeweils bis zu 250.000 Euro gefördert.

Im Falle eines Verbundprojekts zweier Partner teilt sich diese Summe unter Berücksichtigung der zugelassenen Förderquoten anteilig auf beide Projektpartner auf.

Welche Förderquoten gelten für die Antragsteller?

Innerhalb der Konzeptphase gelten folgende Förderquoten als Bemessungsgrundlage:

Art der Einrichtung Förderquote (Konzeptphase) Aufschläge
Kommunen, Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie vergleichbare Institutionen 100% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie wirtschaftliche Tätigkeiten von Forschungseinrichtungen 50% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten 10 % mittlere Unternehmen
20 % kleine Unternehmen
Hochschulen, Forschungs- und Wissenschafts-einrichtungen und vergleichbare Institutionen, (nicht wirtschaftliche Tätigkeiten) 100% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben bzw. Kosten 20% Projektpauschale für Hochschulen und Universitätskliniken

   

Welche Unterlagen sind zur Antragstellung notwendig?

Die förmlichen Förderanträge bestehen bei Einzelprojekten aus einer fachlichen Projektbeschreibung (max. 15 Seiten zzgl. Anhang) und dem Antragsformular der Kommune.

Die förmlichen Förderanträge bestehen bei Verbundprojekten aus einer gemeinsamen fachlichen Projektbeschreibung (max. 15 Seiten zzgl. Anhang) und den jeweiligen Antragsformularen der Projektpartner (Kommune und Unternehmen oder Forschungseinrichtung).

Als Anhang sind dem Antrag folgende Unterlagen beizufügen:

  • Aussagekräftige Absichtserklärung (Letter of Intent, kurz LOI) der assoziierten Partner (sofern zutreffend),
  • Erläuterungen zur Plausibilisierung der Finanzkalkulation.

Kann ich weitere Unterlagen beilegen?

Je nach Bedarf können Sie dem Antrag weitere Erläuterungen beifügen.

Auf Aufforderung der Projektträgers sind zur Antragsprüfung ggf. weitere Belege einzureichen.

Wo finde ich die Vorlage der fachlichen Projektbeschreibung und der Antragsformulare?

Die für eine Beteiligung an der Förderrichtlinie benötigten Informationen sind über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ und auf http://sifolife.sifo.de verfügbar. Die Antragsformulare werden direkt über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ erstellt.

Wie wird ein Antrag eingereicht?

Zur Erstellung der förmlichen Förderanträge ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ zu nutzen.

Die fachliche Projektbeschreibung und der Anhang werden über das Antragssystem hochgeladen. Die beiden Teile (Projektbeschreibung und Anhang) werden dabei als getrennte Dokumente (pdf) hochgeladen.

Ist ein postalischer Versand der Anträge notwendig?

Zusätzlich zu der fristgerechten elektronischen Einreichung muss eine rechtsverbindlich unterschriebene Druckfassung der Förderanträge beim Projektträger eingehen. Diese ist dem zuständigen Projektträger unmittelbar nach der elektronischen Einreichung über den Postweg vorzulegen.

Bis wann müssen die Unterlagen eingegangen sein?

Die Förderanträge sind bis spätestens 11. Mai 2020 im elektronischen Antragssystem „easy-Online“ hochzuladen. Der postalische Versand an den Projektträger sollte am folgenden Werktag geschehen (Poststempel).

Was passiert, wenn die Unterlagen unvollständig oder zu spät eingehen?

In solchen Fällen kann der Antrag möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

   

Auswahlverfahren der Konzeptphase

Die eingegangenen Förderanträge für die Konzeptphase werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

  • sicherheitsrelevante Bedeutung für das Modellgebiet, erwartete Wirkung und Ausstrahlungskraft,
  • Bedarf und Relevanz der Idee für die praktische Anwendung (technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung) auch unter Berücksichtigung charakteristischer Herausforderungen und Besonderheiten des Modellgebiets,
  • Innovation, Schlüssigkeit und Konsistenz des Ansatzes (Idee, Ziele, Arbeits- und Zeitplan, Finanzierungsplan),
  • Organisation, Qualität und Angemessenheit der Zusammenarbeit im Verbund, mit Bürgerinnen und Bürgern und relevanten Akteuren,
  • Zuwendungsfähigkeit, Notwendigkeit und Angemessenheit der beantragten Mittel,
  • Plausibilität der Verwertungsaussichten (Verstetigung, Umsetzung und Übertragbarkeit),
  • Fachlicher Bezug zur Förderrichtlinie.

Auf Grundlage dieser Kriterien empfiehlt eine Jury Projektideen, von denen das BMBF bis zu 15 für die Konzeptphase zur Förderung auswählt. Für die Begutachtung kann gegebenenfalls eine persönliche Präsentation der Teilnehmer erforderlich sein. Das Auswahlergebnis wird allen Teilnehmern schriftlich mitgeteilt.

   

Projektstart der Konzeptphase

Nach dem Vorliegen der Auswahlentscheidung des BMBF werden die Anträge der ausgewählten Projekte abschließend geprüft. Gegebenenfalls kommt der Projektträger noch einmal auf Sie zu, um Erläuterungen oder Angebote nachzufordern.

Es ist vorgesehen, dass die Konzeptphase aller zur Förderung ausgewählten Projekte zum selben Zeitpunkt – voraussichtlich am 1. Februar 2021 - startet.