Sicherheitsforschung - Forschung für die zivile Sicherheit

Die Globalisierung eröffnet Deutschland vielfältige Zukunftschancen. Wirtschaft und Gesellschaft profitieren von internationalen Handelsströmen und einer fast grenzenlosen Reisefreiheit, von schnellen Kommunikations- sowie gut ausgebauten Infrastrukturen. Die zunehmende Komplexität von Energie-, Versorgungs- und Verkehrsnetzen führt aber auch zu neuen Herausforderungen. Hinzu kommen Bedrohungen wie Naturkatastrophen, ein weltweit operierender Terrorismus und die organisierte Kriminalität.

Public Viewing WM 2006 an der Deutzer Werft Köln

Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an der Deutzer-Werft in Köln.

Berufsfeuerwehr Köln

Ziele des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms

Ziel des Rahmenprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017“ der Bundesregierung ist die Erforschung innovativer Lösungen, die die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erhöhen. Die Sicherheitsforschung konzentriert sich sowohl auf die Prävention von Schäden als auch auf Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Damit Sicherheitslösungen auf die Praxis abgestimmt werden können, arbeiten Forschende aus Natur-, Technik- und Geisteswissenschaften mit Endanwendern, wie zum Beispiel der Polizei und Rettungskräften sowie der Industrie, eng zusammen. Die Einbeziehung gesellschaftlicher Aspekte spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es geht darum, umfassende Sicherheitslösungen zu erforschen, die die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wahren. 

Förderung

Seit 2007 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung für das nationale Sicherheitsforschungsprogramm über eine halbe Milliarde Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Die Themen des Rahmenprogramms sind in drei Säulen

sowie diese zwei querliegenden Themenbereiche

gegliedert.

Lernendes und szenarienorientiertes Programm

Das Sicherheitsforschungsprogramm entwickelt sich anhand der bereits vorhandenen Ergebnisse und sich wandelnder Herausforderungen der zivilen Sicherheit kontinuierlich weiter und bildet den Rahmen für eine längerfristig ausgerichtete, flexible Förderpolitik.

Menschen auf einem Platz von oben betrachtet.

Zoe / Fotolia.com

Es verfolgt einen szenarienorientierten Ansatz. Das heißt, Anforderungen von Anwendern, wie Polizei, Rettungskräften und Infrastrukturbetreibern, werden frühzeitig in die Forschung einbezogen. Realitätsnahe Szenarien bilden die Grundlage dafür, dass Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gemeinsam mit Behörden und Unternehmen an praxisorientierten Lösungen arbeiten und dabei gesellschaftliche Aspekte von Sicherheit berücksichtigen.

Kooperation mit anderen Ressorts

"Forschung für die zivile Sicherheit" ist ein Programm der Bundesregierung, das sich unter Federführung des Bundesforschungsministeriums mit den Herausforderungen der zivilen Sicherheit beschäftigt. Es wird in enger Abstimmung mit den für Sicherheit zuständigen Ressorts durchgeführt. Damit wird sichergestellt, dass alle Themen mit Querbezug zur zivilen Sicherheitsforschung inklusive rechtlicher und datenschutzrechtlicher Aspekte berücksichtigt und zielführend koordiniert werden. Auf der Grundlage der Hightech-Strategie geht es auch darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die Beiträge zur Sicherheit erbringen, zu stärken sowie den Standort Deutschland als Technologieführer für Sicherheitstechnologien zu etablieren.

Internationale Kooperationen

Die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der zivilen Sicherheit sind nicht an nationale Grenzen gebunden, sondern meist globaler Natur. Deshalb sind – neben dem Ausbau der europäischen Forschungszusammenarbeit – internationale Kooperationen ein wichtiger Bestandteil des Rahmenprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“. Bilaterale Regierungsabkommen bestehen mit Frankreich, Indien, Israel, Österreich sowie den USA.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: