Session "Sicherheit im Raum"

Mittwoch, 18.04.2012; 16:15 - 17:45 Uhr

Im Rahmen dieser Session wurden vom BMBF geförderte Projekte präsentiert, die das Sicherheitsempfinden und die Herstellung von Sicherheit in öffentlichen Räumen erforschen.

Einleitend stellte Prof. Dr. Dietrich Henckel von der Technischen Universität Berlin das Projekt „Dynamische Arrangements städtischer Sicherheitskultur (DynASS)“ vor. Das Projekt untersucht im Rahmen von Fallstudien, welche Rolle spezifische Sicherheitsbilder für die Sicherheitswahrnehmung und die Produktion von Sicherheit durch Akteure, wie die Polizei oder Sozialarbeiter, spielen. Hierzu werden exemplarisch in insgesamt sechs Stadt- oder Ortsteilen, die sich auf drei Fallstädte verteilen, Veränderungen der Sicherheitslage analysiert. Die Auswahl dieser Untersuchungsräume ist so gewählt, dass sich ein Ort in der Sicherheitswahrnehmung der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger positiv, der andere negativ entwickelt hat.

Dr. Susanne Fischer von der Universität der Bundeswehr in München präsentierte das Projekt „Sicherheit im öffentlichen Raum (SIRA)“. Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, welche Faktoren die Akzeptanz von Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum beeinflussen. Untersucht wird diese Fragestellung in den Bereichen Luftverkehrssicherheit und Informationssicherheit mit Hilfe von Umfragen, Interviews und Diskursanalysen aus Sicht unterschiedlicher Disziplinen, wie Politikwissenschaft, Soziologie und Recht.

Dr. Sascha Schierz von der Universität Vechta stellte das Projekt „Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum (SIMENTA)“ vor. Diesem Projekt liegt die Hypothese zugrunde, dass es in ländlichen Räumen einen spezifischen Umgang mit der öffentlichen Sicherheit geben kann, da die soziale Struktur in ländlichen Regionen engmaschiger sei. Entsprechend sollen diese Sicherheitsmentalitäten identifiziert und untersucht werden.

Einen Überblick über die Ergebnisse des Projekts „Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt (KoSiPol)“ gab Prof. Dr. Bernhard Frevel von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. Das Projekt hat kommunale kooperative Sicherheitskonzepte wissenschaftlich analysiert. Ziel war es, auf Basis dieser Analyse in Zukunft verschiedene Akteursgruppen bedarfsgerecht aus-, fort- und weiterzubilden, um so zur Verbesserung kommunaler Sicherheit beizutragen.

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Vorträge:

DynASS: Dynamische Arrangements städtischer Sicherheitskultur - erste Erkenntnisse - Prof. Dr. Dietrich Henckel (TU-Berlin)

Das Projekt SIRA: Sicherheit im öffentlichen Raum - Dr. Susanne Fischer (Universität der Bundeswehr München)

Sicherheitsmentalitäten ländlicher Räume: Eine Projektskizze des Verbundprojektes SIMENTA - Dr. Sascha Schierz (Universität Vechta)

Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt - Prof. Dr. Bernhard Frevel (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW)

Anschließend Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Bernhard Frevel (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW)