Session "IuK-Systeme zur Bewältigung von Großeinsätzen"

Mittwoch, 18.04.2012; 14:15 - 15:45 Uhr

Für einen effektiven und reibungslosen Ablauf bei der Bewältigung von Großschadensereignissen ist die Kommunikation der Einsatzkräfte essentiell. Zur Unterstützung dieser Abläufe wurden in verschiedenen Projekten des Sicherheitsforschungsprogramms innovative Informations- und Kommunikationssysteme entwickelt. Die in dieser Session präsentierten Vorhaben bieten Lösungen für einen organisationsübergreifenden Informationsaustausch.

Das Forschungsprojekt „Secure IT-Based Disaster Management System to Protect and Rescue People (SECURITY2People)“ zeigte eine Lösung für ein gemeinsames Katastrophenmanagement, die vor allem auf Stäbe und Einsatzleitungen zugeschnitten ist. Diese besteht aus einem ebenen- und informationsübergreifenden Kommunikationssystem sowie einer übersichtlichen Darstellungsmöglichkeit für Lageinformationen.

Im Projekt „Security System for Public Institutions in Disastrous Emergency Scenarios (SPIDER)“ lag der Fokus darauf, den Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Einsatzkräften zu erleichtern. Für eine unabhängige Kommunikation der Helfer vor Ort wurden Funksysteme für den Aufbau eines Ad-hoc-Netzes entwickelt und mithilfe von weiteren Kommunikationssystemen ein möglicher Standard für den Datenaustausch (Protection and Rescue Markup Language / PRML) definiert.

Das Projekt „Integration vorhandener Informationssysteme für ein gemeinsames Krisenmanagement (LAGE)“ hat andere Lösungsansätze erforscht. Ziel war es, durch standardisierten Datenaustausch zwischen den am Einsatz beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ein kollektives Verständnis der Ereignisse zu schaffen und auf diese Weise ein gemeinsames Lagebild zu erzeugen.

Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand die Frage nach dem Transfer in die Praxis. Dabei bestätigte sich, dass der Standardisierungsprozess einen breiten Konsens erfordert und durch die Vernetzung von unterschiedlichen Projektergebnissen beträchtliche Synergieeffekte zu erzielen sind. Einen Impuls hierfür hat das Projekt SPIDER mit einem PRMLWorkshop beim Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin Mitte Juni 2012 gegeben.

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Impulsbeitrag:

Zur Bedeutung der Sicherheitsforschung für den Bevölkerungsschutz - Dr. Johannes Richert (Deutsches Rotes Kreuz)

Vorträge:

Informations- und Simulationstechnologie-gestütztes Krisen- und Katastrophenmanagementsystem für Einsatz- und Krisenstäbe - Dr. Ralf Kaschow (CAE Elektronik) 

Optimierte Kommunikation der Einsatzkräfte - Prof. Dr. Christian Wietfeld (TU Dortmund)  

Organisationsübergreifendes Lagebild - Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch (Universität Paderborn)

Anschließend Diskussion

Moderation: Tina Weber (Deutsches Rotes Kreuz)