Messe INTERSCHUTZ 2015

Giftige Gase, Feuer oder einstürzende Gebäude: Rettungskräfte müssen sich häufig selbst in Gefahr begeben, um Menschenleben zu retten und Schaden abzuwenden. Anwendungsorientierte Forschung trägt in vielen Bereichen dazu bei, den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern. Detektionssysteme zum schnellen Nachweis gefährlicher Viren, Bakterien und Toxine vor Ort sowie neue Luftrettungs-Konzepte für strukturschwache Gebiete sind dafür nur zwei Beispiele. Akteure aus über 20 vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekten präsentierten ihre Innovationen auf der INTERSCHUTZ 2015 in Hannover.

Vom 8. bis 13. Juni haben Forscherinnen und Forscher am BMBF-Stand auf der Messe INTERSCHUTZ 2015 in Hannover Ergebnisse aus fünf BMBF-Verbundprojekten vorgestellt:

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„Sichereres Erkennen biologischer Gefahrstoffe vor Ort (GEFREASE)“
Bei biologischen Gefahrenlagen kommt es darauf an, möglichst schnell zu identifizieren, um welche schädlichen Substanzen es sich handelt. Die Verbundpartner des deutsch-französischen Projekts GEFREASE haben am BMBF-Messestand einen Demonstrator für ein tragbares Detektionssystem vorgestellt. Mit dem koffergroßen Analysegerät können biologische Gefahrstoffe, wie Bakterien, Viren und Gifte, mit hoher Nachweissicherheit bereits vor Ort identifiziert werden. Das hilft Spezialeinsatzkräften der Feuerwehr, das Ausmaß einer biologischen Gefahrenlage schneller einzuschätzen und gezielte Gegenmaßnahmen einzuleiten. Weitere Informationen finden Sie hier.

„Messsystem zur Ermittlung der Ausbreitung von Gefahrstoffen in komplexen Gebäudestrukturen (MAusKat)“
Wie können Menschen bei einem Brand in komplexen Gebäudestrukturen, wie zum Beispiel in einem U-Bahn-Kreuzungsbahnhof, schnell und sicher gerettet werden? Dafür hat das Projekt MAusKat ein innovatives System erforscht, mit dem die Ausbreitung giftiger Gase analysiert wird. Mit diesem System können besondere Gefahrenbereiche in komplexen Bauwerken identifiziert werden. Damit werden Flucht- und Rettungskonzepte passgenauer geplant und umgesetzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

„Konzept zur primären Luftrettung in strukturschwachen Gebieten (PrimAIR)“
In dünn besiedelten Gebieten sind die Wege zum nächsten Spezialkrankenhaus oft sehr weit. Das Forschungsprojekt PrimAIR hat auf der Messe gezeigt, wie Rettungsdienste die medizinische Notfallversorgung in strukturschwachen Regionen optimieren können. Die Forschenden stellten ein Luftrettungs-Konzept vor, mit dem in solchen Regionen eine rettungsdienstliche Versorgung zuverlässig und wirtschaftlich gewährleistet. Das Forschungsprojekt zeigte auf der Messe auch seine Abschlusspräsentation. Weitere Informationen finden Sie hier.

    

Video: PrimAIR - Forschungsprojekt auf der INTERSCHUTZ 2015

     

„Schutz kritischer Brücken und Tunnel (SKRIBTPLUS)“
In Deutschland gibt es allein im Bereich der Bundesfernstraßen mehr als 38.000 Brücken und Tunnel. Das Projekt SKRIBTPLUS hat Methoden und Technologien entwickelt, mit denen Brücken und Tunnel noch sicherer errichtet und betrieben werden können. Anhand eines Straßentunnel-Modells wurden den Besucherinnen und Besuchern wichtige Verhaltensregeln bei Bränden sowie Notfallsysteme in Tunneln erläutert. Weitere Informationen finden Sie hier.

„IT-gestützte Übungsumgebungen für Bevölkerungsschutz und Rettungskräfte (RescueLab)“
Übung macht den Meister. Aber die Dokumentation von Übungen ist für den Bevölkerungsschutz und die Rettungskräfte häufig sehr aufwändig. Die Projektpartner von RescueLab präsentierten ein neues Softwaresystem, mit dem Einsatzkräfte ihre Übungen einfacher und systematischer beobachten, dokumentieren und nachbereiten können. Weitere Informationen finden Sie hier.

    

Video: RescueLab - Ein System das Einsatzkräfte unterstützt .

        

Am Freitag, den 12.06.2015, präsentierten sich weitere Forschungsprojekte auf dem Forum "CRI!SE":