Evaluation des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit"

Das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ baut auf der im Jahr 2007 gestarteten ersten Programmphase auf und ist für eine Laufzeit bis 2017 ausgelegt. Als lernendes Programm bildet es den Rahmen für eine längerfristig ausgerichtete flexible Förderpolitik, welches auf Basis der Erfahrungen bei der Programmdurchführung und sich ändernden Heraus­forderungen weiterentwickelt wird. Hierfür hat das BMBF im Jahr 2012 eine Zwischenevaluation der bisherigen Forschungs­förderung sowie im Jahr 2014 eine Evaluation der Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) am Sicherheitsforschungsprogramm durchgeführt.

Evaluation der Beteiligung von KMU aus dem Jahr 2014

2014 hat das BMBF die ExperConsult Unternehmensberatung GmbH und Co. KG mit der Evaluation der Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) am Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ beauftragt. Die Erhebung fand in Form von Expertengesprächen und einer Online-Befragung statt.

Als Folge der Evaluation wurde die erfolgreiche BMBF-Förderinitiative "KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit" im Februar 2015 fortgeführt. Damit wurde die Empfehlung des Evaluationsberichts umgesetzt.

   

Zwischenevaluation aus dem Jahr 2012

Nach 5 Jahren Programmlaufzeit hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im April 2012 die Firma Prognos AG mit einer Zwischenevaluation des Sicherheitsforschungsprogramms beauftragt. Dabei wurden insgesamt 563 Einzel- und Teilvorhaben befragt, die zum Zeitpunkt der Evaluierung entweder bereits abgeschlossen waren oder sich im letzten Drittel ihrer Laufzeit befanden. Als Datenbasis dienten die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung sowie leitfadengestützte Interviews.

  

Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

1. In dem Programm werden ausgewogen technische sowie gesellschaftliche Fragestellungen und Endnutzerbedürfnisse berücksichtigt
2. Das Sicherheitsforschungsprogramm ermöglicht über seinen inter- bzw. transdisziplinären Ansatz den Aufbau einer deutschen Sicherheitsforschungs-Community
3. Die geförderten Projekte decken alle Ziele des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms ab und die Ergebnissverwertung hat bereits begonnen

   
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es gelungen sei, wissenschaftlich-technische und gesellschaftliche Fragestellungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Endnutzerbedürfnisse in Einklang zu bringen. Damit wurde die Grundlage für einen gesellschaftlichen Dialog über die Zielsetzungen und Anforderungen von Sicherheit in der Gesellschaft gelegt.

Im Rahmen der ersten Förderphase sei es zudem gelungen, den Aufbau einer deutschen Sicherheitsforschungs-Community voranzutreiben und geeignete Akteure aus den verschiedensten Bereichen einzubinden. Die geförderten Projekte decken alle Ziele des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms ab. Sie seien innovativ und führten zu wissenschaftlich-technischem, gesellschaftlichem und organisatorischem Erkenntnisgewinn. Insgesamt sind die Projektpartner mit den bisher erzielten Projektergebnissen und der Programmzusammensetzung sehr zufrieden. Für (vor allem kleinere) Unternehmen stelle das zivile Sicherheitsforschungsprogramm eine Möglichkeit dar, ihren Marktzugang zu verbessern.

Zur Verstetigung der Effekte des Programms wurde ein aktiveres Marketing der Programmumsetzung und -ergebnisse empfohlen. Ferner könne die Kooperation von Endnutzern und Unternehmen noch weiter gestärkt werden, um Endnutzer in noch stärkerem Maß in die Verwertung mit einzubeziehen.

Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass sich das zivile Sicherheitsforschungsprogramm auf einem guten Weg befindet und die Befunde der Zwischenevaluation keinen wesentlichen Handlungsbedarf aufzeigen.