Bewilligte Projekte aus der Bekanntmachung "Maritime Sicherheit"

Sichere Seewege sind für den Personenverkehr sowie den internationalen Seehandel von elementarer Bedeutung. Deutschland verfügt über die drittgrößte Handelsflotte der Welt und wickelt den überwiegenden Teil des globalen Gütertransfers über den Seeweg ab. Häfen sind ebenso wie Personen- bzw. Frachtschiffe verstärkt Gefahren ausgesetzt, die von moderner Piraterie bzw. vom maritimen Terrorismus ausgehen. Die Bekanntmachung "Maritime Sicherheit" soll einen Beitrag dazu leisten, Risiken frühzeitig zu erkennen, Unsicherheiten zu verringern und Sicherheit präventiv als Bestandteil des Seehandels, der Sicherung von kritischen Offshore Infrastrukturen und der Rettung von Menschen auf See zu verankern.

Seenotrettungsschiff auf dem Meer

Oleksiy Mark / Fotolia.com

Laufende Verbundvorhaben: 

OWISS: Offshore Windenergie – Schutz und Sicherheit

Vorbereitung zum Bau eines Offshore-Windparks

von Mandelsloh/Deutsche Offshore Consult GmbH

Förderkennzeichen  13N13446 bis 13N13450

Mit der Energiewende werden Offshore-Windanlagen zukünftig einen wesentlichen Teil unserer Energie produzieren. Damit auch in Zukunft eine stabile Energieversorgung gewährleistet werden kann, müssen Störungen im Betrieb dieser Anlagen minimiert werden. Die Verbundpartner im Projekt OWISS erarbeiten ein System von Präventions- und Reaktionsmaßnahmen, die Störungen durch Eingriffe in den Betrieb, Unfälle oder Naturkatastrophen verhindern sollen. Das System soll den Betreibern von Offshore-Windanlagen, den zuständigen Polizeien und Rettungsorganisationen zur Verfügung gestellt werden und dazu beitragen, den Ausbau regenerativer Energien sicher zu gestalten.

Projektumriss OWISS  (pdf-Datei)

      

Abgeschlossene Verbundvorhaben:

EMSec: Echtzeitdienste für die maritime Sicherheit

EMSec unterstützt bei der Kontrolle von Schiffsbewegungen.

iStockphoto.com/dan_prat

Förderkennzeichen  13N12740, 13N12741, 13N12743 bis 13N12749 sowie 13N12751

Die Weltmeere werden stark genutzt – allein zwei Drittel des weltweiten Frachtaufkommens werden über die Ozeane transportiert. Der vermehrte Seeverkehr führt zu einer Unübersichtlichkeit, die insbesondere bei Sturmfluten, Havarien oder kriminellen Handlungen zu Herausforderungen führt. Damit die Seenotrettung und die verantwortlichen Behörden auf solche Gefahren in Zukunft noch gezielter reagieren können, sind aktuelle und detaillierte Lagebilder wichtig. Im Projekt EMSec erarbeiteten die Forschungspartner deshalb ein IT-System zur Lagedarstellung aus Quellen, wie zum Beispiel von Satelliten und Flugdiensten. Damit sollen die verantwortlichen Behörden mögliche Gefährdungen noch besser frühzeitig erkennen bzw. verhindern können.

Weitere Informationen

   

MAR-SIMNET: Maritimes Simulatornetzwerk

Brand der Fähre „Lisco Gloria“ vor der Insel Fehmarn im Oktober 2010

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Förderkennzeichen  13N13011 bis 13N1301

Großunfälle auf See sind seltene Ereignisse – aber wenn sie passieren, stellen sie Rettungskräfte vor komplexe Probleme. Die unterschiedlichen Rettungsorganisationen mit ihren Kompetenzen müssen koordiniert werden, damit rasch und effizient Hilfe geleistet werden kann. Übungen, die solche Situationen nachstellen sind allerdings sehr teuer. Die Kooperationspartner im Projekt MAR-SIMNET erforschten deshalb eine Simulationsumgebung, in der solche Einsätze mit deutlich geringerem Aufwand virtuell geübt werden können. Durch diese Übungen soll die Zusammenarbeit der wichtigen Rettungskräfte auf hoher See optimiert werden, damit Großunfälle in Zukunft noch besser bewältigt werden können.

Projektumriss MAR-SIMNET  (pdf-Datei)

    

SIREVA: Sicherheit von Personen bei Rettungs- und Evakuierungsprozessen von Passagierschiffen

Kreuzfahrtschiffe werden immer größer und können immer mehr  Passagiere befördern.

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Förderkennzeichen  13N12952 bis 13N12960

Kreuzfahrten sind so gefragt wie noch nie. Die Schiffe werden immer größer und moderner. Trotzdem können Unfälle nicht ausgeschlossen werden. Wenn ein Kreuzfahrtschiff evakuiert werden muss, heißt das, dass bis zu 5000 Menschen in kürzester Zeit in Sicherheit gebracht werden müssen. Im Projekt SIREVA wurde dazu ein ganzheitliches Evakuierungskonzept entwickelt. Damit sollte die Zählung, Ortung und Suche nach Personen gewährleistet werden. Mit den Erkenntnissen sollten Übungen auf realistischer Basis optimiert werden. Das neue Konzept soll die beliebten Kreuzfahrten noch sicherer machen – ohne die Passagiere unangemessen in ihren Freiheiten einzuschränken.

Projektumriss SIREVA  (pdf-Datei)